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Page:Der Spiritistenklub.djvu/40

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[40] Dieses Knacken in der Wandtäfelung machte nervös …

Mir wurde siedendheiß unter meiner Decke. Und doch regte ich mich nicht, spielte den Schlafenden …

Hatte Zeit genug zum Überlegen …

Ja – Harald hatte durch sein Flüstern auf der Treppe sehr fein angedeutet, daß er Kolger-Smith im Schlosse vermute … Und – war’s nicht wirklich das Nächstliegende, daß der Flüchtling hier Schutz gesucht hatte?! War das Schloß doch gestern nacht völlig menschenleer gewesen … Und so hatte Kolger zu jener Stunde, als wir die famosen Spiritisten überraschten, hier in aller Ruhe eindringen können. Er wußte im Schlosse ja Bescheid, hatte hier gewohnt, und sein Freund Heinrich Pachnitzki mochte ihm manches über die Geheimnisse des alten Baues mitgeteilt haben.

Es gab solche Geheimnisse … Das hatte der alte Verwalter uns gegenüber angedeutet, hatte aber auch hinzugefügt, daß Seine Erlaucht der Graf ihm verboten habe darüber zu sprechen. –

Es wurde noch dunkler … Ich konnte die drei Pakete auf dem Mitteltisch kaum mehr erkennen … Vielleicht bildete ich mir zuletzt auch nur noch ein, daß ich sie wirklich sehe, denn solche Sinnestäuschungen sind bei langsam abnehmendem Licht sehr leicht möglich.

Die Täfelung knackte und knarrte noch immer, und jeder dieser Töne ging mir wie ein Stich durch die gereizten Nerven. Ich bewunderte Harald, der so geduldig diese Pein ertrug, denn auch sein Nervensystem hatte durch die Grippe ein wenig gelitten. Und nur er konnte diesen meiner Ansicht nach völlig zwecklosen „Nachmittagsschlaf“, dieses Warten auf einen Menschen, der zu kommen sich hütete, beenden …

Noch dunkler wurde es …

Die großen helleren Vierecke der Fenster spendeten kein Licht mehr …

Dann – – endlich!!

Harald gähnte herzhaft …