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Page:Der Spiritistenklub.djvu/62

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[62] Harst legte die Zeitung auf den Tisch …

„Nun, Griping?! – Nur Sie und Ihre frühere Assistentin können Fräulein Walker entführt haben, denn Kolger war an dem betreffenden Tage hier, wie ich festgestellt habe. – Welchen Preis sollten denn der Kommerzienrat und der ebenso reiche Verlobte der jungen Dame als Lösegeld zahlen?“

Griping hielt es für richtig, stumm zu bleiben.

„Sie haben da unter Ihren Sachen in dem kleineren Koffer nun eine Liliput-Schreibmaschine … Vielleicht haben Sie den betreffenden Erpresserbrief gar hier geschrieben und tragen ihn noch bei sich. – Herr Landjäger, durchsuchen Sie den Mann …“

Siehe da: Der Brief kam wirklich zum Vorschein, war fix und fertig und nur in den Postkasten zu werfen. Sein Inhalt ist ohne Bedeutung – bis auf die verlangte Summe: Hunderttausend Mark!

Der Fall war hiermit endgültig geklärt. Die Erpresser hatten Elisabeth Walker anderswo nicht unterzubringen gewußt und waren so auf den geheimen Raum hier im Schlosse verfallen, ein Gedanke, der ohne Zweifel recht gut war, da der alte Pachnitzki wohl kaum jenes Gelaß aufgesucht hätte, das wir nun mit eigenen Augen kennen lernen sollten.

Als wir beide durch den Schrank und über eine schmale verborgene Treppe möglichst leise hinabkletterten, überraschten wir Kolger-Smith im tiefen Schlafe. Der Raum selbst war durch wollene Decken geteilt, enthielt einen kleinen eisernen Ofen und spärliches Mobiliar. Auch das bedauernswerte junge Mädchen lag in halber Narkose auf ihrem dürftigen Lager in der anderen Abteilung des Gelasses. – Ich hätte hier die Auffindung der Entführten weit dramatischer ausgestalten können, würde dann jedoch von der Wahrheit abgewichen sein, denn die Überrumpelung und