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Page:Die große Null.djvu/34

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[34] Lionel Barring mitteilte, der sonderbare Flickschuster Emil Rehbein den Mechanismus aufgebaut.

Eine Art Höllenmaschine: eine große Sanduhr, aus der feiner Sand in ein Gefäß floß, das auf einer Wage stand, auf der einen Seite einer Wage. Die andere Seite der Hauswage (ein harmloses Ding, wie jede Hausfrau sie braucht) stützte sich gegen einen Hebel, der eine große Stahlfeder (keine Schreibfeder) gespannt hielt. Diese Feder mußte, sobald genügend Sand die andere Seite der Wage belastete, den Hebel empordrücken, und die Feder wieder mußte sich aufrollend den Abzug eines Revolvers zurückreißen, der genau auf Barrings Herz gerichtet war. –

Ja – Emil Rehbein hatte diese Höllenmaschine hier aufgebaut. Das wußten wir nun.

Barring saß gefesselt in dem alten Lehnstuhl.

Wir beide rückten uns Stühle heran und nahmen Platz. Unsere Clementpistolen hielten wir im Schoß bereit. Die beiden Stubentüren hatten wir abgeschlossen, und die Schlüssel steckten im Schloß.

Nun begann eins der merkwürdigsten und spannendsten Verhöre, das ich je mitgemacht habe.

Ein Kampf war’s mit geistigen Waffen zwischen zwei fast ebenbürtigen Gegnern, ein Kampf um ein Geheimnis.

Harst hatte in die Tasche seiner geflickten Joppe gegriffen und sein goldenes Zigarettenetui hervorgeholt, das auf der Rückseite als ewiges Andenken an Indien die tiefe Einbuchtung einer Pistolenkugel trug.

Sehnsüchtig schaute Barring auf das gefüllte Etui.

Harst stand auf und fesselte ihm die rechte Hand los.

„Bitte …“

Dann reichte er der großen Null auch Feuer.

Wir rauchten. Der süßlich-aromatische Duft der Mirakulum-Zigaretten erfüllte den muffigen Raum.

So … begann der Kampf.

Und Haralds erste Frage war:

„Haben Sie die Nullen mit Kreide an meinen Zaun