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Page:Die große Null.djvu/53

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[53] Die Papiere habe ich ja. Und das Sultanat Padagoa liegt so sehr abseits jeder Kultur an einer tiefen Bucht der Westküste Sumatras, daß wir die Einmischung von Europäern nicht zu befürchten brauchen.“ – Dies ist alles, was ich weiß, mein Alter. Viel ist’s nicht. Daß Barring dem angeblichen Wogitsch Papiere gemaust hatte, ahnte ich schon, als wir den Herrn Herzog im Sessel gegenüber der Mordmaschine festgebunden fanden. – Überhaupt …“ schloß er nachdenklich, „dieses Abenteuer ist sehr, sehr dunkel. Weshalb ermordete Rehbein seinen Bruder?! Und – sind die beiden wirklich Brüder, heißen sie wirklich Rastein?! Und – wer ist diese Ella Rastein, die nach Aussage der Mitbewohner des Hauses Laternengasse 19 sehr schön sein soll und oft für sehr lange Zeit verreist?! – Gewiß, ich habe da so eine Vermutung, die sich …“

Er schwieg plötzlich …

„Hörtest Du?“ fragte er nach einer Weile. „Da hat jemand den Drücker der Kabinentür bewegt … Da – schon wieder …!!“

Und dann – klopfte es …

„Melde Dich,“ flüsterte Harald und tastete sich nach dem Wandschrank hin, in dem meine Kleider hingen.

Ich ging zur Tür. – Auf meine Frage, wer draußen sei, meldete sich ganz leise … Gustav Krause!

Ich öffnete. Er … taumelte zu mir herein. Er war im lilaseidenen Pyjama. Sein Kugelbauch gewann in diesem Kostüm durchaus nicht an Schönheit.

Ich riegelte hinter ihm ab, machte Licht.

Er war in den einen Korbsessel gesunken. –

„Was gibt’s denn?“ fragte ich erschrocken, da er geradezu bejammernswert aussah.

„Der … der Herzog spielt noch mit den anderen Roulette,“ stotterte er. „Hier – diese Berliner Illustrierte habe ich mir in Suez am Kai gekauft. Soeben erst blätterte ich sie durch. Da … nehmen Sie, Herr Schraut! Sehen Sie