[25] im Auge zu behalten. Zur Zeit habe ich auch die hiesigen Fäden fest in der Hand.
Harst nahm dem Krimmalchef das Schreiben ab. „Gestatten Sie … Ich möchte ein kleines Experiment vornehmen. – Sagen Sie, Fraser, trank der Oberst sehr gern Milch?“
„Nur so viel wie nötig,“ meinte der ältliche, bärbeißige Kammerdiener seufzend.
„Und doch hat er vom Frühstück das Milchnäpfchen zurückbehalten. Dort steht es hinter der Vase.“
„Das tat er häufiger,“ erklärte der Inder ebenso bekümmert wie Fraser. Den beiden war erst allmählich bewußt geworden, daß die guten Tage nun vorüber seien. Einen neuen Herrn, der so glänzend zahlte und so wenig verlangte, würden sie so leicht nicht wiederfinden.
Harst wandte sich an einen der Beamtem „Holen Sie mir eine flache Schale und Brennspiritus.“
In wenigen Minuten war das Gewünschte zur Stelle.
Harst goß Spiritus in die Schale, brannte ihn an und hielt den ausgebreiteten Briefbogen über die Flamme. Das Papier wurde gelb … Aber der Erfolg blieb aus.
Da drehte er den Bogen um und bräunte die leere Innenseite. Was ich vermutet hatte, geschah: Auf dem verfärbten Papier traten deutlich braune Buchstaben hervor.
„Mac Olden hat mit Milch geschrieben,“ meinte Harst. „Eine sehr harmlose Art von unsichtbarer Schrift …“ – Er überflog die Zeilen. „Hm – Sie sind ja Ihrer Leute sicher, lieber Jomak … Ich werde vorlesen:
Da ich auch hier andauernd beobachtet werde und