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Page:Die leuchtende Eule.djvu/28

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[28] Harst winkte Jomak verstohlen zu.

Nachdem Miß Morfax alles Nötige auf ihren Notizblock stenographiert hatte, sagte sie:

„Mac Oldens Mutter und einzige Angehörige ist gestern abend elf Uhr in ihrer Villa in Westend, London, von unbekannter Hand erschossen worden.“

Die Totenstille, die diesen Sätzen folgte, zerriß durch Allan Frasers gellenden Schrei …

„Das – das kann nicht wahr sein!“ brüllte er … „Frau Mac Olden war ein Engel, war die beste, gütigste barmherzigste Dame, die je …“

Die Morfax fixierte ihn eisig.

„Wer ist das?“ fuhr sie dazwischen.

Dann erhob sie sich, trat dicht vor Fraser hin, lachte höhnisch und beugte sich zu ihm herab. Sie war zwei Köpfe großer als er. Was sie ihm zuraunte, verstanden wir nicht. Aber Fraser prallte zurück, ward leichenfahl, die Augen quollen ihm heraus, seine Linke tastete nach der Kehle, als ob ihm die Luft ausgegangen wäre, und mit einem qualvollen Gurgeln stöhnte er dann:

„Es … ist … gut ..!“

Nichts weiter sagte er.

Die Morfax drehte sich gleichgültig um und meinte: „Wir kennen uns nämlich so ein wenig, der alte brave Fraser und ich … Die Freude über dieses Wiedersehen benahm ihm den Atem. – Haben Sie noch etwas zu fragen, Jomak-Bey?“

Mein Blick hatte während dieses unerquicklichen Vorganges zufällig das Gesicht Doktor Rabradi Sakores gestreift. Die etwas starre Ruhe seiner Züge, die bei so vielen Orientalen von Jugend an halb ererbte Eigentümlichkeit, halb angelernte Maske sein dürfte, war für Sekunden wie weggewischt. Ebenso schnell erlosch diese innere Flamme, wurde wohl absichtlich erstickt, und Sakore spielte abermals den mehr