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Page:Die leuchtende Eule.djvu/32

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[32] recht traut, – nicht etwa, daß die Leute unzuverlässig waren! – dann dämpft dies die Freude an einer neuen ungewohnten Umgebung beträchtlich.

Anni sagte flüsternd: „Lieber Herr Schraut, Vater meinte vorhin, der Tod Frau Mac Oldens hätte doch Allan Frasers Erbteil verdächtig erhöht.“

„Allerdings,“ sagte ich. „Und Fraser war nicht im Hotel, als der Oberst starb, Fraser holte Zigaretten, behauptete er. Er wird auch Zigaretten geholt haben, aber wie lange er wegblieb, läßt sich nicht mehr kontrollieren.“

Sie blickte mich an. „Vater betonte, bei einem Morde müßte man stets fragen: Wem zum Vorteil? – In diesem Falle ist Fraser sehr reich geworden, denn auch das Vermögen Frau Mac Oldens war dem Sohne, dem Oberst, bereits vor dessen Tod zugefallen, mithin wird auch das ganze große Vermögen zur Verteilung gelangen.“

„Hm, – sollten diese Gedanken nicht Ihrem Köpfchen entsprungen sein?!“ – und ich drohte ihr scherzend mit dem Finger. „Mir scheint, Annichen, Sie verzichten allzu sehr auf eigenen Ruhm.“

Sie errötete. „Sprechen wir nicht darüber … – Was Fraser betrifft: Kann er nicht die Testamente gefälscht haben?!“

Sie gab hier nur einem Verdacht Ausdruck, der mich längst beschäftigte. „Wie sollte er das getan haben?!“ wandte ich ein. „Die drei Briefe hat zweifellos Olden geschrieben, die Milchschrift, also die gleichlautenden Testamente, scheinen doch von derselben Hand geschrieben zu sein.“

Harst sagte ohne aufzublicken: „Wenn Fraser ein Fälscher ist, ist er sehr geübt. Wenn er aus dem Karton das Briefpapier, aus dem die Briefbogen und die Umschläge stammten, heute in aller Frühe entnommen und auf die nächsten leeren Bogen die Testamente mit Milch