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Page:Doktor Haldens Patient.djvu/28

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[28] los. Vor mir auf dem rissigen, schmutzigen Bretterboden eines langgestreckten Raumes brannte eine elektrische Taschenlampe, die auf einem hochgestellten Ziegelstein lag. Der Lichtkegel beleuchtete mich und den ebenfalls schon aufrecht sitzenden Harald, der jetzt heiser zu mir sagte:

„Tolle Sache!!“

Auch meine Kehle war ein Reibeisen.

„Inwiefern toll?“ meinte ich.

„Weil wir in einem leeren Möbelwagen auf einem Haufen alter Decken sitzen und der Wagen außer uns höchstens noch Flöhe, Wanzen und Spinnen beherbergt. Ich habe mich bereits umgeschaut. – Höre nur, wie der Regen auf das Wagendach herabprasselt … So – und jetzt nimm mir die Riemen ab. Die Kerle haben uns mit irgendeinem Gas betäubt, trugen Gasmasken und sahen wie Marsbewohner aus … – Beeile dich, mein Alter … So, danke … Nun her mit deinen Riemen … Eine Hand wäscht die andere … Wir sind frei …“

Er griff in die Manteltasche …

„Wahrhaftig – man hat uns die Clementpistolen belassen … Man hat uns nichts weggenommen, und die Taschenlampe dort auf dem Ziegelstein dürfte mir gehören … – Hatte ich nicht recht: Tolle Sache! Was für eine Konkurrenz war das nun, die uns in dieser Art … – hallo, hier liegt noch auf dem Ziegelstein ein Zettel … Bleistiftzeilen, Druckschrift ..:

„Lassen Sie sich nicht stören, meine Herren. Es war unserseits ein bedauerliches Versehen.“

Wirklich sehr höfliche Leute … Entschuldigen sich noch. Was kann man mehr verlangen! Und – wir sollen uns nicht stören lassen … Werden wir auch nicht. Wie spät haben wir’s denn? – Halb zwölf erst … Da sind wir ja sehr rasch wieder erwacht … Verlassen wir diesen Salon …“

Das taten wir, denn die Wagentür war nur angelehnt.

Es goß … goß …