[41] Vorhänge waren halb zurückgeschoben, und auch ich konnte in das leere Sprechzimmer hineinschauen.
Halden stand nun gleichfalls auf, verbeugte sich sehr korrekt und fragte höflich: „Wer ist der dritte Herr, Herr Harst?“
„Der Kollege Arno Matzka, beauftragt von Kamir Nussra, der den gegen ihn aufgetauchten Verdacht schleunigst völlig entkräften will.“
„Wie ich, Herr Harst …,“ nickte Ferdinand Halden mit jenem versonnenen Lächeln, das seine Züge noch durchgeistigter erscheinen ließ. „Vielleicht darf ich die Herren in den Bestrahlungsraum bitten, wo mein Freund Aristide Manquier sich vor dem Kasten der Höhensonne künstlich sonnt … Hier ist’s zu kühl …“
Halden schritt voran – durch das Sprechzimmer, stieß hier eine Tapetentür auf und stieg eine kurze Treppe hinab, die in einen langgestreckten, weißen Kellerraum mündete, der voller Apparate aller Art stand.
Ein Herr im Frack erhob sich aus einem Korbsessel und nahm die Schutzbrille ab, die er hier im Bereich der Strahlen aufgesetzt gehabt hatte. Auch er war im Frack. Eine mittelgroße schlanke Erscheinung, schwarzes, gescheiteltes Haar, sehr frische Farben, volles Gesicht, kleines schwarzes Bärtchen.
„Mein Freund Aristide Manquier,“ stellte Halden ihn uns vor. „Manquier ist Elsässer, meine Herren, aber Deutsch-Elsässer, Naturforscher und Physiker dem Beruf nach …“
Herr Aristide verbeugte sich tadellos und musterte uns neugierig, besonders Harald.
Dann lachte er herzlich auf und streckte Harst die Hand hin. „Herr Harst, diese meine Hand lege ich für Halden ins Feuer, und diese meine Hand können Sie ruhig drücken, denn ich gehöre zu Ihren glühendsten Bewunderern.“
Harst ging auf den leichten Ton jedoch nicht ein. „In meiner Hand, Herr Manquier, sehen Sie eine Waffe, die leider schon so manches Menschenleben bedrohen mußte. Ich hoffe,