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Page:Doktor Haldens Patient.djvu/45

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[45] Nicht auf Harst …

„Wir werden gehen,“ sagte er leicht ironisch. „Denn im Grunde haben wir hier nichts mehr zu suchen. Wir haben eben gefunden, was wir suchen. Und daß keine Maus dies Sanatorium ohne meinen Willen verläßt, dafür werde ich sorgen. Wir haben Mielke und die Gräfin …“ – Pause …

Haldens Blick wurde unruhig …

Zum ersten Male verriet Halden sich …

„Die Gräfin?!“ fragte er rasch …

„Ja – auch die Gräfin in Sicherheit gebracht … Sie ist entflohen, Herr Doktor Halden … Und …“

„Das ist nicht wahr!“ stieß Halden hervor …

„Ich lüge nur im Notfalle. Hier habe ich’s nicht nötig. Wenn Sie in dem Zimmer der Krankenschwester Anna gewesen wären, hätten Sie diese und den Schäferhund Hasso betäubt vorgefunden … Sie waren jedoch nicht dort. Und wenn Sie in das Zimmer der Gräfin hinaufgehen wollen – bitte –, es ist leer. Gehen Sie nur, überzeugen Sie sich … Ich habe nichts dagegen … Denn … Flucht ist unmöglich, Doktor Halden. Draußen haben wir Hilfstruppen: Kriminalpolizei!“

Halden war blaß geworden.

Und Herr Aristide Manquier sogar aschfahl …

Das Bild hatte sich gründlich geändert. Der Schlag hatte gesessen.

Halden vergaß sich, ließ für Sekunden die Maske fallen.

Ein Blick traf Harst – ein Blick aus den Augen eines rücksichtslosen, brutalen Verbrechers – ein Blick voller Hohn, Haß, Rachgier und … Triumpf.

Doch diese Augen, bisher so mild und versonnen, änderten ebenso rasch wieder den Ausdruck …

„Schade … So wird also auch die Gräfin sterben,“ sagte Halden mit leichtem Achselzucken. „Durch Ihre Schuld, meine Herren … Und auch das werde ich gegen Sie vorbringen …“

Halden nahm eine von Manquiers dicken, kurzen Zigaretten