Lungen in den Körpersegmenten 8 und 9, die Dipneumones nur 1 Paar im 8. Körpersegment[1].
Die Lungen (auch manchmal Tracheenlungen, Blättertracheen, Fächertracheen, Kiemenlungen genannt) bestehen aus einer Höhle (Lungensack, Lungenhöhle, Vorkammer, Vorraum, Vestibulum, auch äußere Luftkammer genannt); diese Höhle (s. Fig. 1, Lh) entsteht als eine Einsenkung des Ektoderms hinter der abdominalen Extremität des betreffenden Segmentes. Bei erwachsenen Tieren führt von außen nur eine enge, quere Spalte (Stigma, Spiraculum, Pneumostom, s. Fig. 1, st) in diese Lungenhöhle, manchmal nicht direkt, sondern mittels eines kurzen Ganges („Pedicel“ von Purcell )[2].

Ventral von jeder Lungenhöhle befindet sich eine besonders beschaffene Partie der ventralen Körperwand — das Operculum (Fig. 1, ch1), welches, wie es schon Morin 1887, 1888, Kishinouye 1891 und besonders eingehend Purcell 1909 gezeigt haben, nichts anderes ist als ein Teil der embryonalen, an den Körper angedrückten, mit ihrer Hinterfläche in den Körper halbversunkenen Extremität des Abdomens.
- ↑ Die Zugehörigkeit der Lungen zu den genannten Segmenten ist für die Skorpione durch Brauer 1895 und Pereyaslawzewa 1907, für die Spinnen durch alle neueren Arbeiten nachgewiesen; für die Pedipalpen wird sie von Purcell 1909, p. 88, 89) auf Grund der embryologischen Arbeit von Schimkewitsch 1906 und der anatomischen Untersuchungen von Hausen 1893 erschlossen.
- ↑ Ich verweise bei dieser Beschreibung auf das wohlbekannte Schema von MacLeod , welches allerdings in manchen Details einer Korrektur bedarf, doch nicht so viel, wie es Börner 1904 annimmt. Speziell die Lungenblätter (Septen) liegen in der Tat, wie es MacLeod dargestellt hat, horizontal, im Gegensatz zu Börner ’s Behauptung (s. Purcell , 1909, Kautzsch , 1910 und Haller , 1911). Jedenfalls, für die erste Orientierung kann dieses Schema einstweilen genügen und wir werden später sehen, worin es mit den embryonalen Tatsachen im Widerspruch steht.