(do und ve, Fig. 1) und trägt auf der ventralen Fläche (d. h. der dorsalen Fläche jedes Septums) sehr komplizierte Auswüchse. Auch ist der Hohlraum der Septen größer (nach Berteaux 3—4mal) als ein solcher der „Säckchen“.
Man könnte den Bau der Lunge noch anders beschreiben, so wie es MacLeod 1884 im Anschluss an seine Theorie getan hat. Er hat den Hohlraum der Lungenhöhle und die inneren Luftkammern als einen in morphogenetischer Hinsicht einheitlichen Hohlraum angesehen (Lh und alle mit lk bezeichneten Räume). In diesen Hohlraum ragen nun die Lungenblätter (Septen) hinein, die an der vorderen Wand (also bei x, Fig. 1) dieses im weiteren Sinne gefassten Hohlraumes befestigt sind. Und diese vordere Wand der Lungenhöhle wäre in Wirklichkeit die hintere Fläche der Extremität. Die Lungenblätter sind aber nicht nur vorne, sondern auch mit ihren Seitenrändern in diesem Hohlraum befestigt, so dass der einheitliche Raum durch solche Lungenblätter in übereinander gestellte flache Luftkammern geteilt erscheint, trotzdem er morphologisch als einheitlich anzusehen ist. Nur die hinteren Enden der Lungenblätter sind frei und die Gesamtheit dieser übereinander liegenden Enden (bl, Fig. 1) stellt eben das, was wir vorher die vordere gitterartig durchbrochene Wand der Lungenhöhle im engeren Sinne und zugleich als hintere Fläche der Extremität nannten.
Welche von diesen Auffassungen mehr den embryologischen Tatsachen entspricht, das werden wir erst nach der genaueren Besprechung der embryologischen Arbeit von Purcell und der theoretischen Vorstellungen von Kingsley beurteilen können.
Aber man sieht schon aus dieser Beschreibung, ganz gleich in welcher Form diese gehalten ist, dass die Lungen doch sehr an die Kiemen von Limulus erinnern, besonders wenn wir bedenken, dass die Lungenhöhle hinter der abdominalen Extremität entsteht, dass ihre vordere Wand als die Hinterfläche der eingesunkenen Extremität schon öfters von Embryologen angesehen wurde ( Kishinouye , 1891, 1892, Simmons , 1894, Laurie , 1894, Brauer , 1895, Purcell , 1895 und 1909) und dass das Operculum der Lunge auf diese Weise einen Teil dieser Extremität darstellt ( Morin , 1887, 1888, Kishinouye , 1891, Purcell , 1895 und 1909).
Die Ähnlichkeit springt sofort in die Augen, wenn wir die Abbildungen von embryonalen Limulus-Beinen (Fig. 2) mit den noch nicht ganz entwickelten Lungen der Spinnen (Fig. 3), oder die Beine des erwachsenen Limulus (Fig. 4), mit der fertigen Lunge der Spinne (Fig. 5) vergleichen.
Den Verteidigern der Ansicht, dass die Merostomenkiemen und Arachnoideenlungen homologe Bildungen seien, fiel besonders die bemerkenswerte Ähnlichkeit in den histologischen Details auf, welche die Kiemen- und Lungenblätter (Septen) auszeichnen (so besonders