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Page:Motoryacht.djvu/16

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[16] „… natürlich gefälscht war,“ beendete Harald den Satz. „Wir brauchen uns hier dann nicht lange aufzuhalten, Mr. Owen. Beantworten Sie mir nur ganz kurz folgende Fragen: Wer ist als Kapitän an Bord der Australia? Wieviel Mann Besatzung hat sie mitgenommen? Welchen Zweck dieser Seereise gaben die beiden Betrüger Ihnen an?“

„Mr. Tobber führt die Jacht wie stets. Er hat die übliche Besatzung von sechs Leuten mit. Diese Halunken erklärten, und das stand auch in dem Brief, daß sie lediglich eine Vergnügungsfahrt vorhätten. – Ich habe der Abreise der Australia beigewohnt, Mr. Harst. Sie verließ um halb acht unseren Hafen. Die beiden Schwindler waren scheinbar tadellose Gentlemen.“

„Und – die beiden waren allein auf die Jacht gekommen? Oder – hatten sie noch eine Dame mit?“

„Nein. Nur zwei Diener hatten sie bei sich, die ihre Koffer trugen.“

„Danke, Mr. Owen. Haben Sie den gefälschten Brief noch da?“

„Gewiß. – Bitte …“

Harald verglich Dollings echtes Schreiben mit der Fälschung.

„Hm – die Handschrift ist wahrhaft glänzend nachgeahmt!“ meinte er sinnend. „Das muß in der Tat ein Handschriftenfälscher von Beruf gewesen sein! – Auf Wiedersehen, Mr. Owen. Sie trifft jedenfalls keinerlei Schuld!“ –

Wir drei fuhren sofort zum Bureau einer Reederei, von der Goddlepy wußte, daß sie kleinere Lustjachten vermietete. Der Vertrag mit der Reederei wurde rasch abgeschlossen. Wir waren jetzt Herren einer seetüchtigen Dampfjacht, die uns für zwei Wochen samt der Besatzung von fünf Mann zur Verfügung stand. – Dann erledigte Goddlepy alles Nötige, was die Verproviantierung anbetraf, während Harald von unserem Hotel aus mit Dolling