[49] ist bestimmt nicht durch die Giftschlange getötet worden, sondern anderswie. An ihrem Körper werden Sie kein verdächtiges Merkmal eines gewaltsamen Todes finden, – das ist mir jetzt klar. Selbst eine Sektion wird nichts Verdächtiges zu Tage fördern. Die Bande würde niemals in dieser Weise gegen Schraut und mich vorgegangen sein, wenn sie eben nicht wüßte, daß sie sich den Rücken tadellos gedeckt haben. Was können wir denn an Tatsachen gegen sie vorbringen?! Nichts! Verdachtsgründe – gewiß! Aber Beweise?! – Die drei ersten Opfer sind eingeäschert worden, ein Mord also nicht mehr festzustellen. Und Haussuchung, Verhaftung?! – – Zwecklos!! Nur eins kann uns ans Ziel bringen: dieser Mörderbande dadurch Angst einflößen, daß … scheinbar nichts geschieht! Diese Angst wird von Stunde zu Stunde wachsen, wird schließlich Schlauheit in Verwirrung verwandeln, wird die Verbrecher zu einer Dummheit verführen!“
„Bravo, bester Harst!“ Bechert sprang vom Stuhle auf. „Was schlagen Sie vor?“
„Überwachung beider Villen durch Ihre besten Beamten – ganz unauffällig. Unsere Kriminalpolizei versteht sich darauf. Mit der Berliner Polizei zusammen werden wir diese Mördernester ausräuchern. Vielleicht entlarven wir so ein Konsortium von Verbrechern, die noch weit mehr auf dem Kerbholz haben.“
Bechert war jetzt Feuer und Flamme für diesen heimlichen Feldzug.
Ein Beamter trat ein, der Kriminalassistent … Meldete:
„Die Autotaxe ist heute nachmittag vier Uhr von einem Manne, der einen falschen Namen und Adresse dem Verkäufer angab, gekauft und gleich mitgenommen worden. Der Mann nannte sich Meinke, hatte einen Führerschein, der offenbar gefälscht war, trug rötlichen Vollbart, Brille und Chauffeurtracht. Er bezahlte sofort bar, alles Hundertmarkscheine, die jetzt als Fälschungen erkannt sind. Das Auto