[20] Der Fisch war ein Platinkettchen, an dem der blaue Hooy befestigt war.
Gwendolyn sagte drohend:
„Sie … Sie haben gesehen, wie ich gestern abend diese Imitation hier ins Wasser gleiten ließ ..! Und jetzt …“
„… Gott der Gerechte, – nur e Imitation?!“ winselte Seligfeld enttäuscht … „Ich mecht’ wetten, das is e echter blauer Diamant ..!“
Lady Hooy griff nach dem Schmuck.
„Echt?! Es ist die Imitation!! Und Sie haben den echten blauen Hooy gestohlen, Sie Spion, Sie ..!“
„… Bei dem Gott meiner Väter, schöne Dame: Der Moritz is kan Dieb!! Ich lass’ mir nix beleidigen … auch von Sie nich, schöne Dame … Da haben Se den Dreck … Mein Kragen is sauber, mein Gewissen auch … Gute Nacht!“
Und stolz zog er davon.
Lady Gwendolyn begann zu weinen. Ihre Nerven streikten plötzlich. Hastig schritt sie nach dem Badeteil hin den Weg entlang. Die Imitation war leise klirrend Harst vor die Füße gefallen.
„Wenn sie jetzt nicht kehrt macht und sich bei diesem höchst eigenartigen Angler nicht entschuldigt,“ sagte Harst, und steckte den Anhänger in die Tasche, „dann würde sie mich sehr enttäuschen. Selbst für eine frühere Schauspielerin und Engländerin hat sie sehr viel Temperament. Es ist etwas Unausgeglichenes an ihr, das freilich anderen Quellen entspringt als bei Frau Gilda Tomahsen. – Ah – sie macht kehrt … Sie winkt uns zu, – ihr Gang ist wundervoll, selbst die hastigen Schritte stören die Vornehmheit ihrer Erscheinung nicht. Schade, ein Schwarm der juwelenbehängten Wolkenkratzerbewohner drängt sich zwischen Lady Gwendolyn und unseren Freund Moritz. Trotzdem bin ich glücklich. Gwendolyn Hooy ist so, wie ich sie einschätzte.“ Harst