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Page:Banditen des Olymp.djvu/21

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[21] „Das ist selbstverständlich. Wenn Sie Muffelberg kennen würden, würden Sie einige präparierte Wurststücke mitnehmen. Er hat vier Tigerdoggen, er fährt im Rollwagen eigener Konstruktion, – ob schon je ein Paar Schuhe zur Reparatur seine Werkstatt sahen, bezweifele ich. Sie kennen gerade die Westecke der Laubenkolonien gar nicht, Ihr Gemüsegarten liegt dem Ostteil gegenüber, sonst wäre dieser August Ihnen wohl längst aufgefallen – wie mir, der ich so viel unterwegs bin.“

Ich schaute Remmele lange an. „Mir scheint,“ sagte ich ernst, „Ihr Goldwarenladen sieht Sie auch sehr wenig. Fräulein Isolde beklagte sich letztens recht bitter bei Frau Harst, daß sie so oft allein sei. Was treiben Sie eigentlich, Tobias?“

Er hielt meinem scharfen Blick ruhig stand. „Wollte ich Sie einweihen, Schraut, müßte ich sagen: Ich suche!“ erwiderte er leise, und seine Züge wurden düster und gramvoll.

„Was suchen Sie?“

Er schwieg erst. Dann antwortete er zu meinem Erstaunen: „Ich suche die Frau, deren Kind Isolde ist, – meine Frau, denn ich war verheiratet …“

„Unmöglich!!“

„Kommen Sie, ich erzähle Ihnen mein Leid unter dem klaren Maiensternhimmel.“




3. Kapitel.
Tobias lüftet etwas die Maske.

Wir verließen das Haus durch den Hintereingang. Der Mond schien schräg in unseren Hof hinein, die Bäume, die erst Knospten trugen, warfen lange Schattenstriche auf den hellen Kies, der vorgestern frisch aufgeschüttet worden war. Im Hühnerstall gackerte eine verschlafene Henne, oben im Taubenschlag gurrte zärtlich-träumerisch