[31] gefällt dieses Bild nicht.“ Ich blickte abermals in die Stube hinein und prüfte jede Einzelheit.
Auf dem Tische stand eine billige elektrische Schreibtischlampe, deren Birne in einen Verbindungsstecker eingeschraubt war. Diese Birne mußte gelockert sein, sie brannte nicht, und die Tischlampe beleuchtete nur gerade die nächste Umgebung. Der übrige Raum lag im Halbdunkel da. Wenn die Fensterscheiben nicht so unglaublich verschmutzt gewesen wären, hätte man wohl die Einzelheiten besser unterschieden. Ich drückte den Kopf näher an die Scheiben, und der unklare Argwohn, daß hier nicht alles so wäre, wie es sein sollte, steigerte sich infolge einer geringfügigen Feststellung. Harst saß sehr unbequem in dem alten hohen Sessel, er saß viel zu weit zurück, er konnte nur schreiben, wenn er sich ganz weit vorbeugte. Seine Bewegungen hatten etwas Gezwungenes, – so, als ob ihn etwas behinderte.
Remmele wurde ungemütlich. „Machen Sie, was Sie wollen, Schraut,“ zischte er mir zu. „Ich habe Ihnen mehr eigene Initiative zugetraut. Sie kleben an Harst wie Weicheisen am starken Magnet. – Gute Nacht … Ich bot Ihnen eine vortreffliche Chance, aber Sie …“
Mein scharfer Blick in sein finsteres Gesicht ließ ihn verstummen.
„Tobias, Harst ist unfrei!“
Er fuhr leicht zurück. „Wie meinen Sie das?“
„Harst ist an den Sessel festgebunden! Schauen Sie genau hin … Um die Hüften läuft ein Strick. Die Füße sind an die Tischbeine gefesselt. Ich wette, daß ihm gegenüber, für uns unsichtbar, ein Mann mit einer Waffe aufpaßt und ihn ständig bedroht. – Wollen Sie mich von hier weglocken?!“
Ich hatte unmerklich die Hand gehoben, und Tobias Remmele blinzelte erbleichend in das dunkle drohende Mündungsloch. „Freund Tobias, Sie spielen hier eine