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Page:Banditen des Olymp.djvu/34

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[34] Hofes, und aus dieser Überreizung der Nerven erwuchs mir schließlich jene grimme Tollkühnheit, die selbst so bedächtige Naturen, wie ich es bin, überfällt. Ich prüfte das Stubenfenster … Es war geteilt, aber es war kein Doppelfenster, und die Zwischenleisten würden unter der Wucht eines Sprunges mit zerbrechen. Ich hatte das Abwarten satt, ich wollte die Lage so oder so klären. In der Stube war die Gefahr geringer als hier draußen.

Ein paar hastig geflüsterte Worte verständigten Tobias, der mich daraufhin mißbilligend anschaute. Ich hatte schon den leichten Mantel aufgeknöpft, hatte ihn mir halb über den Kopf gezogen, Anlauf, – – mochte werden, was da wollte, ich setzte zum Hechtsprung an, – ich brauchte mich nicht anzustrengen, das Fenster lag niedrig, – – Scheiben klirrten, ich flog wie ein praller Sack in die Stube, war im Moment wieder auf den Beinen … Pistole hoch … Dorthin, wo tatsächlich ein Kerl saß: Der uns unsichtbar gebliebene Wächter …

„Hands up!!“ brüllte ich, – vielleicht verstand der Schuft kein Deutsch …

Und dicht hinter mir war Tobias eingedrungen …

„Der … Schustergeselle!“ sagte er atemlos …

Der Mann auf dem Rohrstuhl hatte die Arme gehorsam hochgereckt.

Der schreibende Mann am Tische legte den Bleistift hin und meinte kopfschüttelnd:

„Der Glasermeister wird sich freuen. – Sehr nett von euch, – nur überflüssig …“

Er schob einen Bogen Papier zur Seite. und unter dem Papier kam ein Pistölchen zum Vorschein, das genau dem Remmeles glich und in jedem Ärmel Platz hatte.