[25] Ich spielte hier lediglich den aufmerksamen Beobachter. Schon in Berlin war es mir klar geworden, daß es nicht nur ausschließlich um diese Dinge ging, die sich hier ereignet hatten, sondern daß hinter alledem etwas weit Bedeutungsvolleres sich verbarg. Worum es sich aber handeln konnte, wenn man eben den spiritistischen Zirkel außer Betracht ließ, wußte ich nicht. Eins war jetzt immerhin gewiß: Der Schloßverwalter Pachnitzki war hier der Betrogene und wurde lediglich von einer Vereinigung dunkler Ehrenmänner zu noch dunkleren Zwecken ausgenutzt! Er tat mir aufrichtig leid, der alte Mann, wie er so zusammengesunken dasaß und allmählich begriff, daß sein Sohn Heinrich mit ihm ein schändliches Spiel getrieben haben müsse …
Harald hatte Pachnitzkis Hand erfaßt …
„Sie merken nun wohl, daß man Sie hintergangen hat, Herr Pachnitzki …,“ sagte er herzlich. „Man hat die Liebe zu Ihrer Frau schmählich ausgenutzt, hat Ihnen verwerfliche Gaukeleien vorgeführt … – Was wissen Sie über Anna Bothers Verschwinden?“
„Nichts!“ stöhnte der Alte …
„Und die Erscheinung vorhin in der offenen Verbindungstür?“
„O – die hielt ich … für den Geist meiner Frau … ja, meiner Frau …“
Er lallte mehr als er sprach …
Harald gab es daher auch auf, weiter in ihn zu dringen, denn auf diese Antworten Pachnitzkis war offenbar keinerlei Verlaß …
Auch Pastor Heyking machte uns beiden verstohlen ein Zeichen, daß wir den alten Mann schonen sollten.
Harst beugte sich noch näher zu Pachnitzki hin …
„Nur noch eine Frage … Wissen Sie, ob der Klub dieser Spiritisten auch heute nacht wieder eine Sitzung in der Grotte abhält?“