[37] nichts anderes, als drei Pakete falscher fertiger Fünfzigmarkscheine …
Harald drückte diese Deckenfalltür wieder zu und kam nach unten, stand neben mir …
„Schau’ an, Herr Kolger-Smith hat diese Banknotenpakete dort deponiert gehabt, um sie, falls seine Flucht glücken sollte, später zu holen. Natürlich wird er sie holen, und natürlich hat er jenen Weg ins Freie längst gekannt und in der Nacht dann wirklich benutzt. Allerhand Achtung vor seiner Gewandtheit! Man muß es ihm lassen: er hat vielfache geistige und körperliche Gaben! Er hat mit einem üblen Ausgang der gestrigen Nacht gerechnet und diese Päckchen sicherlich unter der Weste getragen. Du siehst ja, wie flach sie sind, – flach gepackt, damit der künstliche Bauch nicht zu sehr anschwoll … Nun – uns legt dieser Fund die Pflicht auf, die nächsten Nächte zu wachen, was jetzt im Winter kein Vergnügen ist. – Komm’, wir wissen nun, was wir wissen wollten, mein Alter … Wir werden nur noch oben den Grottenhügel uns ansehen … Kolger dürfte durch Schnee die obere Falltür wieder säuberlich bedeckt haben, durch die er ins Freie entwichen ist …“
Wir verließen die Grotte. Die drei Pakete trug Harald unter dem linken Arm, womit ich nicht ganz einverstanden war, denn die Möglichkeit lag doch immerhin vor, daß der Flüchtling irgendwo im Parke verborgen war und uns beobachtete. Es war freilich nur eine ganz geringe Möglichkeit.
Als ich Harald hierauf aufmerksam machte, erwiderte er in seiner sphinxhaften Art:
„Vielleicht soll es so sein, mein Alter …“
Und damit mußte ich mich vorläufig zufrieden geben.
Wir überquerten nur einmal wie absichtslos den Grottenhügel, konnten dabei jedoch unschwer erkennen, daß Haralds Vermutung zutraf: Kolger hatte die obere Falltür säuberlich mit Schnee wieder bedeckt und war dann auf allen Vieren davongekrochen. Seine Spur verlor sich nachher