[48] Da flüsterte Harald zurück: „Glaubst du etwa, mein Alter, daß Makröli ein Schwindler ist?!“
„Ich weiß nicht, was ich glauben soll, Harald …“
„Nun – glaube es nur! Denn es stimmt! Dieses Ehepaar, dazu der Diener, die Hauptperson, – sie hängen mit Kolgers Rebus zusammen – – ganz eng, lieber Alter, durch drei Silben …“
Wir standen am Fenster. Unmöglich konnte ein Lauscher etwas von unseren Worten auffangen, mochte er auch irgendwo hinter der Holztäfelung stecken …
„Drei Silben?“ fragte ich atemlos …
„Ja … Ich habe vorhin den sogenannten Baron belogen … Auch dich gestern … Denn als Pachnitzki gestern auf[1] die Depesche seines Herrn zeigte, als ich darin den Namen Makröli fand, da ging mir ein Licht auf, – Licht, keine Kerze! Denke an die Maus, die Kröte, das Stearinlicht, – denke daran, daß die Zeichnungen der drei Dinge dicke Striche aufwiesen, und nimm an, daß diese Striche wie in einem richtigen Rebus Teile der Wortbilder ausmerzen sollten, dann erhältst du aus Maus ein Ma, aus Kröte ein Krö und aus Licht ein Li, also den Namen Makröli! – Das wußte ich, wie gesagt, gestern schon, wußte also auch, was ich von diesen Schloßkäufern zu halten hätte, schaute mir den alten würdigen Diener heute recht genau an und stellte fest, daß es Kolger ist, tadellos maskiert wie damals als Pfarrer Heyking …“
Ich … blieb stumm … Denn diese Eröffnungen waren auf einmal eine zu reichliche Dosis …
Harald fügte ebenso gleichmütig hinzu:
„Kolger hat sich eben fest darauf verlassen, daß ich diese schwere Nuß nicht knacken würde, die Makröli-Nuß …! Ein Irrtum! Zu knacken bleibt nur noch die zweite Nuß: Weshalb sind diese drei vornehmen Gauner hier nach Lubowitz gekommen – – weshalb? Was beabsichtigen sie hier?!
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