[47] machte auch aus Kolgers famosem „Rebus“ weiter kein Geheimnis.
Der Baron, der nur Gedanken für den Gutskauf hatte, wurde erst auf dieses Gespräch aufmerksam, als Harald den Austausch der drei Päckchen schilderte.
„Unglaublich!“ rief er da … „Dieser Kolger muß ein Mensch von unerhörter Kühnheit sein …!“
„Und Schlauheit …!“ ergänzte Harald. „Wenn ich nur erst wüßte, was er mit der Maus, der Kröte und der Kerze gewollt hat …! All mein Grübeln war bisher umsonst. Und dabei bin ich überzeugt, daß dieses „Rebus“ von allergrößter Wichtigkeit ist und daß es mich in versteckter Weise auf ein neues Verbrechen Kolgers hinweisen will – eben in einer so versteckten Weise, daß mein Hirn nicht ausreicht, das Rätsel zu lösen …“
Es war bereits dämmerig im Zimmer … Der Baron lehnte in einem Sessel am Fenster. Und nur deshalb gewahrte ich das blitzschnelle höhnische Verziehen seines Mundes, das Haralds Worten folgte …
Dann sagte Makröli: „Nun, verehrter Herr Harst, Sie haben ja noch Zeit, der Lösung nachzuspüren … Denn wenn dieser Kolger gestern erst von hier entwischt ist, wird er wohl kaum sofort etwas Neues unternehmen …“
Dies klang durchaus harmlos …
Aber das Lächeln vorher – – dieses infame Lächeln, dieses niederträchtige Verzerren der Mundwinkel – nur für Sekunden!!
Jedenfalls: Der Baron kam mir mit einem Schlage außerordentlich verdächtig vor – außerordentlich!
Und als ich dann zu kurzer Nachmittagsruhe mit Harald in unseren Zimmern allein war, teilte ich ihm natürlich sofort das Beobachtete mit – in vorsichtigstem Flüsterton …
Und da geschah’s …