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Page:Der Spiritistenklub.djvu/56

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[56] tat dies nun auch mir gegenüber nicht, sondern beschränkte sich auf die nichtssagenden Sätze:

„Man muß abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Ich denke, schon dieser heutige Tag (es war jetzt ein Uhr morgens) dürfte uns Klarheit bringen.“

Wir gingen zu Bett. Auch Harald verzichtete auf eine Nachtwache, meinte, daß das Verbrechertrio uns unbehelligt lassen würde. Er baute nur unsere Koffer so vor der Geheimtür auf, daß der obere herabfallen mußte, falls jemand eindringen wollte. – –

Vormittags um halb zehn nahmen wir wieder mit dem Ehepaar das Frühstück gemeinsam ein.

Es war für mich wirklich nicht ganz einfach, auch heute den Liebenswürdigen zu spielen und auf Baronin Stasias übermütigen Neckton einzugehen. Der Gedanke, mit einem vielfachen Mörder an einem Tische zu sitzen, drängte sich in meinem Hirn immer wieder in den Vordergrund. Ich war froh, als wir uns erhoben und nun die gründliche Besichtigung des Schlosses folgen sollte.

Der Diener Joseph, also Kolger-Smith, hatte heute nicht bedient, und so ganz beiläufig hatte Baron Makröli erwähnt, er habe Joseph bereits in aller Frühe nach der nächsten Bahnstation geschickt, da Joseph für ihn in Prag etwas sehr Dringendes zu erledigen habe.

Als Makröli-Griping uns dies mitteilte, schoß mir sofort durch den Kopf, daß Kolger sich hier unter unseren Augen doch wohl nicht so ganz sicher gefühlt habe. Jedenfalls wäre es höchst unangenehm gewesen, wenn der Kerl uns entwischt sein sollte. Harst jedoch schien diese Abreise Kolgers sehr kalt zu lassen.

So traten denn nun wir vier unter Führung des alten Pachnitzki den Rundgang durch das Schloß an. Ich kann mich hierüber ganz kurz fassen: Griping erklärte nachher, daß ihm das Schloß denn doch zu baufällig sei und daß er