[14] Sie hier sind, Herr Harst,“ stieß er hervor. „Wogitsch liegt vielleicht schon im Bett.“
„So?! Und dann gibt er Ihnen ein Signal?“
„Ja … Weil er mich sprechen will.“
„Ah – jetzt haben Sie endlich eine Ausrede gefunden, Herr Rehbein! Er will Sie sprechen!! – Wissen Sie, wer ich bin?! Mich belügt man nicht! Mich nicht!“
„Gut – gut, gehen wir nach oben!“ sagte der kleine Mann jämmerlich. „Gehen wir … Vielleicht ist es auch besser … Vielleicht …“
Und er trippelte an einen alten Schrank neben dem riesigen Kachelofen, öffnete die Tür und faßte hinein …
Harst war mit einem schnellen Schritt hinter ihm.
Aber Rehbein schlug die Tür zu, fauchte wütend:
„Ha – was soll das?! Ist das …“
Harald schob ihn beiseite, hielt ihn mit der Linken fest und riß die Schranktür auf.
Ich war neugierig näher getreten.
Ich sah, daß der Schrank mit … einer Unmenge Waffen aller Art gefüllt war – alles entweder Büchsen und Pistolen älterer Konstruktion oder Waffen von Naturvölkern: Speere, Wurfbeile, Dolche, gebogene malaiische Kris und anderes mehr.
Ich war so überrascht, daß ich erst diese Waffensammlung und dann den buckligen, armseligen Schuster sprachlos anstarrte.
Wie kam der Alte zu diesen kriegerischen Werkzeugen?!
Da rief er schon, und seine Stimme klang geradezu herrisch, während die Mauseäuglein drohend aufblitzten:
„Sie tun ja, als wäre ich ein Verbrecher, Herr Harst! Lassen Sie mich los! Ist das überhaupt eines gebildeten Menschen Art, mich hier in meiner Wohnung …“
Harald hatte ihn freigegeben.
„Entschuldigen Sie, Herr Rehbein,“ sagte er höflich. „Schraut und ich sind stets vorsichtig. Wer konnte wissen, was Sie aus dem Schranke herausholen würden?!“