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Page:Die große Null.djvu/16

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3. Kapitel.
Unter dem Baldachin.

Die Wände im Flur waren ebenso schadhaft wie die schmale hölzerne Treppe.

Ich ging als letzter hinterdrein. Harald hatte noch seine Taschenlampe eingeschaltet, hielt sie in der Linken, in der Rechten die Clement.

Rehbein, der weiche Filzschuhe anhatte, trat sehr leise auf, zeigte uns die Stufen, die knarrten, und flüsterte:

„Setzen Sie hier den Fuß ganz an der Seite auf.“

Diese Warnung war vielsagend. Ich wußte jetzt: Der Schuster rechnete damit, daß wir oben ungebetene Gäste antreffen würden!

Die ganzen Umstände dieses Emporklimmens zum zweiten Stock des uralten Häuschens hatten meine Nerven längst in jenen Zustand erhöhter Reizbarkeit gebracht, der mir nichts Fremdes ist, der für Harald sogar zum Wohlbefinden ebenso notwendig ist, wie für andere etwa ein Spaziergang ins Freie.

Nun die letzten Stufen …

Wieder warnte Rehbein: „Diese knarrt – – leise!!“

Harald drehte den Kopf zurück …

Sah mich an … –

Oben ein kleiner Vorflur, zwei Türen mit abgeblättertem braunen Anstrich, wie im ersten Stock.

Rehbein blieb stehen, machte uns ein Zeichen, flüsterte:

„Horchen wir …!“ –

Horchen?! – Also hatte ich richtig vermutet: Der Bucklige vermutete hier Einbrecher!