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Page:Die große Null.djvu/17

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[17] Harst flüsterte zurück: „Sie sind sehr rücksichtsvoll, wenn Sie Ihren Freund besuchen – sehr!“

Rehbein zuckte die Achseln …

Da begann die Dohle zu kreischen, flog auf – flog gegen die Tür rechts und setzte sich auf den altertümlichen großen Drücker.

Der Bucklige fluchte …

Packte den Vogel, schob den Drücker herab und stieß mit dem Fuße die Tür auf.

Ein ärmlich eingerichtetes Hinterstübchen war’s. In einer Ecke ein Rahmenbett, das aufrecht an die Wand gelehnt war. In der Mitte ein großer Tisch mit allerhand Werkzeugen, Wachsabfällen, Tiegeln und Schüsseln. Ein Schrank noch, zwei Stühle und ein kleines Sofa.

Das war alles. –

Rehbein hatte sich hier schnell umgesehen und hatte dann die Verbindungstür nach dem Vorderzimmer geöffnet.

Furchtlos trat er ein.

Ich jedoch blieb auf der Schwelle stehen – mehr überrascht als erschrocken …

Der Lichtschein der Petroleumlampe und der weiße Strahlenkegel der elektrischen Leuchte zeigten mir an den Wänden aufgereiht eine Menge von Wachsfiguren aller Art: Damen in Ballkleidern, Sportanzügen und anderen Kostümen, ferner Männer in allerlei Trachten, selbst Chinesen, Japaner, Neger und ein Eskimo in Pelzen fehlte nicht.

Es war ein Wachsfigurenkabinett, nichts anderes.

Im übrigen war der Raum leer.

„Wogitsch’ Musterkollektion,“ flüsterte der bucklige Schuster und schritt weiter zur gegenüberliegenden Tür.

Dann blieb er plötzlich stehen, – – taumelte …

Hielt sich an der Türbrüstung fest, deutete auf den Fußboden …

Da lag etwas Dunkles, etwas, in dem das Licht sich schwach widerspiegelte …

Es war Blut – eine große, frische Blutlache … –