[24] konnten sie nicht haben, da sie nie einen Brief erhielten, es sei denn von einer Behörde. Aber – sie waren mildtätig und große Kinderfreunde. Jedes[1] Weihnachten bescherten sie zehn Kinder sehr reichlich. Dann brannte in Rehbeins Werkstatt ein Tannenbaum. –
Und dieser Rehbein hatte nun, wie Harald bereits hatte aussagen können, durch einen Hieb mit einem stumpfen Instrument meinen Freund ganz überraschend zu Boden gestreckt, war so lautlos in das kleine Hinterzimmer eingedrungen, daß Harst, der gerade den Schrank durchsuchte, nicht eher von Rehbeins Anwesenheit etwas gemerkt hatte, als bis der Schlag seinen Kopf traf und er im Umsinken den Buckligen gewahrte, der wieder durch die Tür in den Treppenflur schlüpfte.
Und Wogitsch’ Leiche mit der furchtbaren Halswunde (die Schlagader war glatt durchschnitten) hatte Rottmüller noch hinter der Baldachinseide gefunden. Sonst … nichts. Das Häuschen war leer gewesen. Rehbein war, wie die offene Dachluke bewies, nach dem Überfall über die Dächer entkommen. –
Das Auto hielt vor Blücherstraße 10.
Der Beamte und ich faßten Harald unter und führten ihn ins Schlafzimmer.
Hier erklärte Harald dann mit leiser Stimme, einen Arzt zu holen sei unnötig. Eine Eisblase auf den Hinterkopf würde die Schmerzen schon beseitigen.
So verabschiedete sich der Beamte denn. Ich brachte ihn bis an die Haustür, bedankte mich nochmals und versperrte die Tür hinter dem Davoneilenden, auf den das Polizeiauto gewartet hatte.
Ich kehrte in Haralds Arbeitszimmer zurück. Ich wollte aus dem einen Schranke die Eisblase hervorsuchen.
Ich – hatte das nicht mehr nötig. Harst, der doch vorhin noch auf dem Bettrand nebenan im Schlafzimmer gesessen hatte, saß nun ganz behaglich im Klubsessel –[2] hier