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Page:Doktor Haldens Patient.djvu/17

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[17] Doch – wir hatten Glück … Eine leere Taxe nahte, wir stiegen ein. Harst hatte dem Chauffeur als Ziel Joachimstraße angegeben. Das Auto ruckte an.

„Willst du wirklich zur Sanitätsrätin?“ fragte ich ehrlich erstaunt.

„Natürlich?!“

„Ja, natürlich …“

„Gewiß … du wirst schon sehen, mein Alter … Jetzt aber störe mich nicht.“

Mit geschlossenen Augen lehnte er in seiner Ecke …

Was sollten wir bei Frau Becker?! War dieser Besuch nicht übereilt?! Konnte unser Erscheinen dort nicht alles verderben?!

Das Auto glitt die Hubertusallee entlang. Harst reckte sich, faßte in die Brusttasche seines Sommerulsters und holte einen falschen Bart, eine Perücke und ein Kästchen mit Schminkstiften hervor. – „Halte mir bitte den Spiegel,“ meinte er sehr bestimmt.

In wenigen Minuten saß ein älterer Herr neben mir, der mit Harald Harst wirklich nicht die allergeringste Ähnlichkeit hatte.

Das Auto stoppte auf mein Klopfen gegen die Vorderscheibe schon vor Nummer 30 in der Joachimstraße. Ich blieb sitzen. Harald schritt zu Fuß weiter. Der Chauffeur schaute ihm mißtrauisch nach, rief mir dann zu, ich möchte doch den bisherigen Fahrpreis sofort bezahlen. Ich mußte lachen, gab ihm fünf Mark und meinte, er solle sich über nichts wundern, er habe eben heute zwei besondere Herren als Auftraggeber. Da schien ihm ein Licht aufzugehen.

Im selben Moment kam vom Kurfürstendamm ein einzelner Mann sehr eilig daher.

Der Uhu – – wahrhaftig der Uhu!! Jetzt erst! Jetzt erst ging er zu Tisch?! Merkwürdig!

Er beachtete das Auto nicht. Er eilte mit schiefem Kopf und schlurfenden Schritten vorüber. Wenige Minuten später