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Page:Doktor Haldens Patient.djvu/58

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[58] auf diese Summe, nach der Prämienquittung, die ich gestern, als ich Ihr Zimmer besichtigte, auf dem Schreibtisch liegen sah – bei der Sanitätsrätin …“

Mendel senkt den Kopf … Schweigt …




5. Kapitel.
Haldens Geständnis.

Doktor Ferdinand Halden drüben auf dem Sofa hat den Kopf ein wenig gedreht und starrt mit matten Augen in das milde Licht der Ampel empor. Sein blasses Gesicht zeigt einen grüblerischen Ausdruck. Außerdem aber auch eine fast erhabene Ruhe – wie bei Sterbenden, die den Tod nicht fürchten.

Dann läßt er den Kopf sinken, schaut Harald an. Prüfend, fragend …

„Herr Harst, mein Freund Mendel ist ein schlechter Taktiker. In entscheidenden Momenten haut er stets daneben. Es hätte keinen Zweck, jetzt noch mit Ausflüchten und Verschleierungen zu operieren. Wenn Mendel annimmt, ich würde ein offenes Geständnis verweigern, irrt er sich. Fragen Sie, Herr Harst. Viel zu fragen werden Sie kaum mehr haben, denn die ganze Entwicklung der Dinge beweist, daß Sie mich längst durchschaut hatten, und daß ich … Sie unterschätzt habe. – Wie ist es möglich, daß Sie trotz der Injektionen noch so vollständig im Besitz Ihrer geistigen und körperlichen Fähigkeiten sind?! Haben Sie etwa das farblose Haldin aus den Spritzen entfernt und …“

„… Wasser hineingetan … – allerdings, Halden, das tat ich. – Wollen Sie jetzt zunächst einmal einiges über Ihr Abgleiten auf die Verbrecherlaufbahn berichten. Ein Mann von Ihrer Intelligenz hätte doch auch ohne diese schändlichen Geschäfte sich ein Vermögen erwerben können …“

„Gewiß, Herr Harst … Mein Unglück aber war das Spiel, der Spielteufel … Und Mendel erging es nicht anders. Die