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Page:Doktor Haldens Patient.djvu/57

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[57] In meinem Kopf wirbelten die Gedanken …

Kein Wunder!!

Da waren wir schon in der Diele, legten Halden auf das Sofa …

In einem Sessel saß totenblaß mit Polizeifesseln an den Handgelenken Herr Aristide Manquier mit dem schwarzen Haar, dem schwarzen Bärtchen und dem tadellosen Frackanzug.

Neben ihm stand Kriminalassistent Gorm, der dicke Gorm, die feinste Nase vom Alex …

Gorm fragte Harst:

„Herr Harst, was ist denn nun eigentlich hier so recht los? Ich habe diesem Menschen die Taschen visitiert … Er hat 180 000 Mark in Tausendern bei sich, außerdem Papiere auf drei verschiedene Namen …“

„Ja,“ nickt Harald, „auf die Namen Manquier, Mendel und Alexander Giesebrecht … Stimmt’s?“

„Gewiß, Herr Harst …“

„Nun, dann können wir ja Platz nehmen und Herrn Ernst Mendel bitten, uns ein offenes Geständnis abzulegen, damit er nachher milde Richter findet. – Wie ist’s, Mendel, wollen Sie reden?“

Ein finsterer Blick trifft Harst …

Dann ein freches Lachen …

„Ich werde nichts sagen – nichts! Und der da …, mein Freund Halden, der bereits die Augen offen hat, wird erst recht schweigen … Dann mögen Sie, Sie kleiner Sherlock Holmes, mal herumraten, was diese feine Suppe alles enthält … Raten Sie nur … Wetzen Sie Ihren Geist ..!“ Und wieder lacht er und enthüllt eine Seele, die der des Doktor Ferdinand Halden ebenbürtig ist.

„Hier … gibt’s nichts mehr zu raten,“ erwidert[1] Harald und lehnt sich in den Gobelinsessel bequemer zurück. „Bei welcher Lebensversicherung hatten Sie sich zu Gunsten Haldens versichern lassen, Mendel? Ich glaube, bei der Viktoria – mit hunderttausend Mark etwa … Wenigstens schätze ich

  1. ↑ Vorlage: erwiderte