[64] eiligst nach Ostpreußen reisen, von da weiter gen Osten – – eine abenteuerliche Fahrt, die schließlich in einem indischen Küstenneste endete.
Erst in Bombay erreichte uns folgender Brief:
Seit drei Tagen bin ich glücklicher Ehemann. Xenia und ich befinden uns auf der Hochzeitsreise. Wir beide danken Ihnen beiden nochmals von ganzem Herzen, daß Sie unserer Wiedervereinigung die Wege geebnet haben.
Es dürfte Sie interessieren, daß Halden vor einer Woche in einer Irrenanstalt verstorben ist. Er war geisteskrank. – Mendel ist zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Tussi Becker aber hat sich rasch getröstet und ihre „wahre“ Liebe entdeckt: Doktor Kamir Nussra! Sie heiraten demnächst.
Die Millionenerbschaft ist auch bereits ausgezahlt worden. Mielke hat sich einen Landsitz bei Berlin gekauft und ist wohl und munter.
Xenia und ich werden uns hier in Bayern seßhaft machen, Agrarier spielen und all das Schreckliche schnell vergessen, was die letzte Zeit uns brachte. Dafür ist die Gegenwart um so schöner. Mit besten grüßen Ihr
– So endete die Geschichte von Doktor Haldens Patient.
Wie „Ein Gast in der Nacht“ beginnt und endet, was wir in Ostpreußen und später in Indien erlebten, – – das nächste Mal!