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Page:Doktor Haldens Patient.djvu/63

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[63] stets in einen Spiegel zu blicken … Entsetzlich! Arme Gräfin, armer Mielke, – ich war ein Satan!! Ich bin es noch … Und ich werde den Tag segnen, an dem man mir mein schuldbeladenes Haupt herunterschlägt …“

Mendel lachte schrill. „Übergeschnappt – – total!! Geh doch in ein Kloster, Ferdinand!! Werde Betbruder ..!“

Harst beobachtete Halden unausgesetzt …

Haldens Augen schimmerten in reinster Güte …

„Droben im Himmel werde ich beten, Mendel … für dich!“

Harald winkte dem Kriminalbeamten, flüsterte mit ihm …

Gleich darauf wurden Halden und Mendel im Auto nach dem Präsidium gebracht.

Sehr bald erschienen auch weitere Beamte. Fünf seit langem gesuchte Verbrecher nahm man hier im Sanatorium fest. Die anderen „Patienten“ wurden gleichfalls vorläufig verhaftet: meist junge Damen …!!

Mittlerweile war es heller Tag geworden.

Matzka und wir beide wanderten zu Fuß heimwärts. Es regnete nur noch wenig. Als wir die Schmargendorfer Eisenbahnbrücke erreicht hatten, brach die Sonne durch das leichte Gewölk.

Bisher hatten wir geschwiegen …

Geschwiegen, weil uns – ohne Übertreibung! – das Grauen die Kehle zuschnürte.

Die Sonne …

Und mit einem Schlage gewann alles ringsum ein anderes Aussehen …

„Halden ist krank,“ sagte Harst. „Geisteskrank … Ich behaupte: beginnende Gehirnerweichung … Er hat so merkwürdige Augen, und auch sein ganzes Verhalten ist anormal.“

„Ohne Zweifel,“ nickte Arno Matzka fast fröhlich … Sein Blick suchte das junge Grün an den Bäumen … Wahrscheinlich dachte er an Xenia, die er liebte und die nun wieder gesund werden würde. –

Schon am nächsten Tage mußten Harald und ich dann