auch das gesamte Gehirn hier wie dort nach Viallanes , 1892 (1893), ähnlich gebaut ist); aber das betreffende Ganglion verschmilzt erst nachträglich mit dem Gehirn, und das geschieht in ganz übereinstimmender Weise bei Limulus und bei den Arachnoideen. Endlich inserieren sich die Muskeln bei den Arachnoideen und bei Limulus in ganz gleicher Weise ( Börner , 1904, p. 56) an das Vorderende des Endosternums, also an das Innenskelett, welches seinerseits eines der auffallendsten gemeinsamen Merkmale beider Gruppen bildet, wie es bereits Straus-Dürckheim 1828 erkannt hat. Die Ähnlichkeit der Cheliceren in bezug auf ihre Form, Lage, Entwickelung und Innervation steht demnach im Zusammenhang mit der Ähnlichkeit in dem gesamten Nervensystem, in dem Muskelsystem und dem Innenskelett.)
Ebenso wird das im Bau, in der Entwickelung, in der Funktion ähnliche Genitaloperculum, welches bei Limulus und bei den Arachnoideen augenscheinlich einem und demselben Segment angehört, in übereinstimmender Weise hier und dort von der cephalo-thorakalen Nervenmasse innerviert, trotzdem dieses Beinpaar in beiden Gruppen dem Abdomen angehört. (Das rührt daher, dass auch die Konzentration und die Gliederung des Zentralnervensystems in beiden Fällen ganz ähnliche sind.
Die übrigen Extremitäten sind bei den Merostomen und bei den Arachnoideen ebenfalls ähnlich gebaut (Vorhandensein der typischen Scheren auf dem 2. Extremitätenpaar, Zahl der Glieder, Details der Struktur bei dem 5. prosomalen Beinpaar nach Pocock , 1901); sie verteilen sich, wie oben erwähnt, in einer nach Zahl, Bau und Funktion übereinstimmenden Weise auf die entsprechenden Segmente und Tagmata (Körperregionen); sie haben weiter dieselben Lagebeziehungen zu der Mundöffnung und dieselben Beziehungen zu der Nahrungsaufnahme dank ihrer Gnathocoxen.
Aber nicht nur zum Nervensystem und zu den Segmenten, sondern auch zu den anderen inneren Organen zeigen die Extremitäten in beiden Gruppen ganz identische Beziehungen, z. B. das 1. mesosomale Beinpaar (Genitaloperculum der Skorpionen und des Limulus) zu den Geschlechtswegen, das 3. Gangbeinpaar zu der Coxaldrüse (welche hier und dort in einem Paar sich findet und ähnlich beschaffen ist), endlich das 2.—6. mesosomale Beinpaar von Limulus und das 3.—6. mesosomale Beinpaar von Scorpio zu den Respirationsorganen.
Also all die genannten Extremitäten in beiden Gruppen, wie auch das Nerven-, Genital-, Respirations- und Exkretionssystem sind ähnlich beschaffen und die Beziehungen der entsprechenden Extremitäten zu diesen inneren Organen die gleichen.
Das Blutgefäßsystem von Limulus ist ähnlich dem der primitiven Arachnoideen, ebenso das Nervensystem; und auch die Beziehungen