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[18] sollten, war uns unklar. Aber – wir mußten sie finden! Nur dort würden wir die Australia treffen.

Das Wetter war herrlich. Nach dem wochenlangen Aufenthalt in Inneraustralien, in diesem Backofen, lebten wir hier auf See in kurzer Zeit derart auf, daß wir uns wie neugeboren fühlten.

Am zweiten Morgen nach der Ausreise kam jedoch das dicke Ende nach. Der Himmel bewölkte sich. Bleigrau, still, in trügerischer Ruhe lag die See da. Es wurde auch mit einem Schlage so warm, daß wir plötzlich 28 Grad im Schatten vom Thermometer ablasen.

Exkapitän Doggerby, der nun, nachdem ihm jeder Alkohol entzogen war, eine kriecherische Freundlichkeit bezeigte, machte uns darauf aufmerksam, daß in kurzem ein Orkan losbrechen würde, da bei Nordwind die erhitzten Luftmassen aus dem Innern Australiens über das Meer geweht würden und stets elektrische Störungen in der Atmosphäre hervorriefen.

Genau um zehn Uhr vormittags begann das Unwetter. Um halb eins sprang die Dampfjacht leck und nahm so viel Wasser, daß die Pumpen es nicht bewältigen konnten.

Der Kampf um das nackte Leben setzte ein. Harst ließ das Feuer unter dem Kessel löschen und den Dampf abblasen, ließ ein paar Notsegel setzen und aus den Kojenwänden, die mit Äxten herausgeschlagen wurden, zwei Flöße bauen, denn – das einzige Rettungsboot des Südpols wäre nicht einmal in einem Hafen als Angelkahn zu benutzen gewesen, so morsch waren die Planken!

Die beiden Flöße herzustellen war eine Arbeit, die unter steter Gefahr, über Bord gewaschen zu werden, erledigt werden mußte. Wir drei Kollegen beschlossen, das kleinere Floß für uns zu beanspruchen, während die fünf trunkfesten Meergreise das andere, weit größere besteigen sollten, sobald der sinkende Südpol die unten noch durch Tonnen und Blechkannen schwimmfähiger gemachten Flöße freigab.