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Page:Motoryacht.djvu/19

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[19] Inzwischen tobte über uns ein furchtbares Gewitter, und um uns her war nichts als schwärzeste Nacht und Wogengraus. Kurz bevor die Jacht wegsackte, merkten wir, daß die fünf Musterseeleute sich jetzt gewaltsam Zugang zu den von Harald eingeschlossenen Rumvorräten verschafft hatten. Die alten Burschen waren sämtlich betrunken, und wir waren es, die diese unverbesserlichen Säufer auf ihrem Floß festbinden mußten, damit nicht die erste Woge sie mit hinwegtrüge.

Auch wir drei hatten uns festgeseilt.

Dann kam der Augenblick, wo der Südpol allmählich in sein nasses Grab aus Nimmerwiedersehen hinabsank.

Die Flöße schwammen. Haushohe Wellen trennten unser Floß rasch von dem anderen. Das letzte, was wir von den fünf Unglücksgefährten hörten, waren ein paar Flüche Doggerbys, die Harald galten. Nun trieben wir drei auf unserem kläglichen Fahrzeug allein dahin – volle zwei Stunden …

Längst waren die unten angebrachten Tonnen und Kannen losgerissen. Längst lag das Floß so tief im Wasser, daß jeder Wogenkamm darüber hinwegbrauste.

Und – als abermals ein solches Ungetüm von Welle uns für eine Minute in Gischt und grüne Wassermassen hüllte, da … da war unser kleiner armer Goddlepy verschwunden. Er, den die Seekrankheit hier auf dem Floße aufs heftigste gepeinigt hatte, war wohl ein Opfer der von selbst aufgegangenen Knoten des Stricks geworden, die ihn bisher neben uns festgehalten hatten.

Wie ein höhnisches Grinsen des Schicksals wirkte es, als wir kaum fünf Minuten später aus dem Orkanzentrum heraus und in verhältnismäßig ruhiges Wasser kamen.

Und nach weiteren fünf Minuten teilte sich über uns das schwarze Gewölk, gab ein Stück sonndurchleuchteten blauen Himmels frei.

Wir beide waren gerettet.

Armer Goddlepy!! Die ersten Worte, die Harald und