[36] mehr beweist mir Ihr Verhalten: daß Sie beide die fremde Jacht, auf der sich übles Gesindel befindet, deshalb nicht fürchten, weil Ihr und Ihrer Schicksalsgefährten Schlupfwinkel, eben die Insel, so gut gesichert ist, daß Sie alle sich genügend geschützt glauben. Das kann täuschen, Mister, sogar sehr täuschen. Auf jener fremden Jacht sind … entsprungene Sträflinge aus Neu-Kaledonien!“
Diese letzten Worte brachten eine überraschende Wirkung hervor.
Die beiden Geheimnisvollen schauten sich an. In ihren Augen schimmerten Angst, Unruhe und bange Fragen.
Wieder war es der Sprecher, der sich leidlich als Herr der Situation zeigte.
„Ich wiederhole, Mr. Harst: all das läßt uns kalt! – Wir werden Sie drei nun in die Geheimkammer einsperren. Es muß sein …“
„Weil Sie wissen, daß diese Jacht von Ihren Freunden gesucht wird und daß sehr bald ein Motorboot oder dergleichen aus den Nebelmassen auftauchen dürfte, um Sie abzuholen und die Jacht für immer verschwinden zu lassen. Wahrscheinlich haben Sie bereits Signale mit Ihrer Karbidlaterne gegeben.“
Der Sprecher erhob sich. „Bitte – gehen Sie drei voran. Wir möchten nicht gern Gewalt anwenden.“
„Nicht nötig. Wir gehorchen,“ nickte Harald, ärgerlich über die kurzsichtige Halsstarrigkeit dieses Menschen, der nie vergaß, die Umgangsformen eines Gebildeten zu wahren.
Gleich darauf saßen wir in der Geheimkammer auf unseren Sandsäcken. Vor uns standen unser Koffer und die Proviantkiste sowie das Wasserfäßchen.
Der Sprecher hatte uns nicht einmal die Waffen abgenommen. Nur unsere Fußgelenke waren jetzt ebenfalls durch Lederfesseln zusammengeschnürt. Die Tür hatten die beiden Fremden in das unsichtbare Schnappschloß gedrückt.
Im Finstern saßen wir und flüsterten miteinander.