[35] Sicherheit Ihrer Gefährten leichtfertig umgehen wollen. Ich sagte schon vorhin, daß diese Ihre Sicherheit auf der einsamen Insel schwer bedroht ist. Eine Bande von Verbrechern …“
„Lassen Sie das. Das alles ist uns gleichgültig. Wir kennen weder eine einsame Insel, noch haben wir von Verbrechern etwas zu fürchten.“
Harald blickte dem Manne starr in die Augen. Wer Harsts durchdringenden Blick kennt, weiß genau, daß nur ganz abgefeimte Heuchler unter diesem Blick nicht erröten oder doch wenigstens verlegen werden.
„Ihre Antwort,“ sagte Horst langsam, „beweist mir, daß folgendes bei der Insel sich ereignet hat. Sie beide und drei andere Männer sollten diese Jacht außerhalb der Gewässer der Insel versenken. Sie haben die Jacht mit einem Boot ins offene Meer hinausgeschleppt und begannen dann die Löcher in die Bordwand zu schlagen. Einer von Ihnen war als Wache auf Deck zurückgeblieben. Dieser Posten bemerkte eine fremde Jacht, warnte Sie vier unten im Kielraum – es waren ja vier Löcher begonnen worden! – und drei von Ihnen fuhren eilends mit dem Boote nach der Insel zurück, während Sie beide hier an Bord blieben, um die andere Jacht zu beobachten.“
Man brauchte wirklich nicht Detektiv zu sein, um aus den Gesichtern unserer krausbärtigen Überwinder mit aller Gewißheit herauslesen zu können, daß Haralds scharfsinnige Schlußfolgerungen mit den Tatsachen sich deckten.
Der „Sprecher“ war sehr rot und sehr verlegen geworden. Der andere, offenbar der weniger Intelligente, stierte meinen Freund mit scheuer Ehrfurcht, auch wieder in maßlosem Staunen wie ein überirdisches Wesen an.
Der „Sprecher“ quälte sich jetzt ein ironisches Lächeln ab und meinte in ebenso mißglücktem hochfahrenden Tone:
„Ihre Sätze sind mir unverständlich. Brechen wir diese zwecklose Unterredung ab.“
„Einen Augenblick noch,“ erklärte Harald ernst. „Noch