[45] „Durch eine Floßfahrt tiefer in die Bucht hinein.“
„Genau dasselbe wollte ich, lieber Goddlepy. Ein Floß läßt sich jedoch nicht ohne Lärm bauen. Wenn wir dagegen die Zinkbadewanne aus dem Waschraum der Luxuskabine als Boot …“
„Herr Gott – ein feiner Gedanke! Los denn!“
„Halt! In die Badewanne dürfen aber nur zwei Mann hinein. Mehr Gewicht trägt sie nicht. Einer dieser beiden bin ich. Sie und Schraut können losen. Der Verlierer bleibt hier an Bord.“ –
Ich bin bei solchen Gelegenheiten stets Pechvogel. Ich … verlor, und Goddlepy und Harald ruderten mit ihrem Patentzinknachen still in den Nebel hinaus.
So war ich denn mit den beiden Geheimnisvollen allein an Bord. Ich ging zunächst nach ihnen sehen. Sie schliefen, warfen sich aber unruhig hin und her.
Ich schlenderte dann, die entsicherte Clement in der rechten Jackentasche, auf Deck hin und her.
So eine Nebelnacht an einem unbekannten Gestade, allein auf einem Schiffe dunkler Herkunft mit zwei Fieberkranken, dazu das Bewußtsein, Gelichter schlimmster Art in nächster Nähe zu haben, – eine solche Nacht hat ihre eigentümlichen Reize.
Hm – Reize?! Sagen wir lieber: Schattenseiten! Das ist aufrichtiger.
Die himmelhohen kerzengerade emporsteigenden Ufer der Bucht waren oben von Möwen und anderen Seevögeln bevölkert, deren heisere Schreie die einzigen Laute blieben, die ich lange Zeit vernahm – so lange, bis …
Ja – bis nach Süden zu an der Stellwand plötzlich für Sekunden ein greller Lichtkegel aufflammte, fraglos ein Leuchtstab oder eine kleine Taschenlampe.
Und in der zurückfallenden Helle dieses weißen Kegels gewahrte ich einen Menschen, der dort scheinbar an der schroffen Wand hing – vielleicht an einem Seile …
So kurz nur dauerte das Aufflammen der Lampe, daß