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Page:Motoryacht.djvu/46

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[46] ich nachher mir umsonst klarzumachen suchte, wo ich den Mann gesehen hatte. Ich fand mit den Augen auch nicht einmal ungefähr die Richtung wieder.

Hierhin – dorthin schaute ich.

Wartete, daß der Lichtkegel nochmals aufblitzte.

Wurde nervös, malte mir in Gedanken allerlei üble Zwischenfälle aus: daß ich überfallen werden könnte, daß die Bewohner der Insel mich unschädlich machen würden – stumm, damit ihr Geheimnis bewahrt bliebe!

Und faßte meine treue Clement fester, lehnte mich an die Steuerbordreling und horchte – horchte …

Die Möwen kreischten. Zuweilen klang’s wie heisere Schreie von Menschen.

Unheimlich war das alles. Das war so, als ob da aus den Nebelschleiern irgendwoher ein Unheil näherschlich – unaufhaltsam …

Mir[1] wurde heiß, wurde kalt …

Die verd … Nerven gehorchten nicht mehr. Ich begann Gespenster zu sehen. Glaubte da am Heck eine Gestalt wahrzunehmen. Eilte hin. Natürlich – – nichts!

Kognak!!! Alkohol!! Er mußte helfen.

So ging ich leise in die Heckkajüte[2], schaltete meine Taschenlampe ein …

Stutzte …

Das Krankenlager – – war leer!

Die beiden Geheimnisvollen hatten sich ohne Abschied empfohlen.

Da – brauchte ich den Kognak nicht! Da wußte ich nun, daß der Mann dort an der Steilwand der Sprecher gewesen, der seinen Zustand weit schlimmer hingestellt und offenbar nur ganz geringes Fieber gehabt hatte. Und die andere Gestalt am Heck soeben war der zweite Fremde gewesen. So fand alles seine einleuchtende Erklärung.

Ich wollte nun wieder an Deck, wollte mir aber wenigstens eine Zigarette leisten, klappte unseren Koffer auf und suchte nach der großen Blechschachtel …

  1. ↑ Vorlage: Wir
  2. ↑ Vorlage: Heckkajte