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Page:Motoryacht.djvu/48

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[48] „Wie bist Du denn hierher gekommen, mein Alter? Hoffentlich auf angenehmere Art wie wir, denn uns fielen plötzlich, als wir am Ostufer der Bucht dicht an den Felsen in unserer Wanne entlangruderten, zwei Schlingen über Brust und Arme. Dann schwebten wir plötzlich in der Luft, schwebten höher, bis – man uns Decken über die Köpfe warf und fesselte.“

Ich erstattete kurz Bericht.

„Also – – Gefangene der Geheimnisvollen sind wir nun!“ meinte Harst darauf. „Man empfängt uns glänzend. Es wäre schade, dieses köstlich duftende Omelette kalt werden zu lassen. Langen Sie zu, Goddlepy. Sie sind der Älteste.“

Als der Melbourner nun die Porzellanplatte aufhob und sie Harald hinhielt, lag darunter ein Zettel.

„Gentlemen! Sie sollen meine Gäste sein, bis sich Gelegenheit bietet, Sie nach Melbourne zurückzuschicken. Der Garten und die beiden Zimmer stehen Ihnen zur Verfügung. Das Betreten anderer Räume wäre Ihrerseits eine Verletzung der Gastespflichten.“

Keine Unterschrift. Das Englisch war fehlerfrei, die Schrift groß und energisch.

Wir aßen. Aber gesprochen haben wir damals nicht viel, und so recht geschmeckt hat es uns auch nicht.

Sogar eine Flasche Burgunder[1] gehörte zu den Herrlichkeiten dieser Tafel. Die Flasche wurde schnell leer. Harald freilich trank nur ein halbes Glas. –

Ich könnte über diese drei Tage auf der Insel der Seligen einen ganzen Roman von mindestens dreihundert Seiten schreiben. Ich bin bei der Überfülle des Stoffes, den ich hier in wenigen Seiten zusammendrängen soll, wirklich in Verlegenheit, was ich weglassen könnte und was unbedingt erwähnt werden muß.

Also: das zweite Zimmer neben unserem Wohnzimmer enthielt drei Betten, Schränke, Wasch- und Badegelegenheit. Von diesem Zimmer führte eine Tür in den Garten. –

  1. ↑ Vorlage: Burgnder