[47] Hatte sie schon in der Hand, als … als kräftige Fäuste mich packten – eine dicke wollene Decke mir über den Kopf flog und mir die Beine vom Boden weggerissen wurden.
Trotzdem fiel ich nicht lang hin. Man hielt mich hoch empor, fesselte mich rasch, trug mich hinaus.
Von den Angreifern hörte und sah ich nichts.
Lautlos schritten sie über die Deckplanken. Lautlos wurde mir ein breiter Gurt unter den Armen festgeschnallt. Lautlos … glitt ich empor – – höher und höher – – höher und höher …
Vernahm die Möwenschreie immer deutlicher. Wurde oben wiederum von kräftigen Armen in Empfang genommen, wurde davongeführt – ohne jede Brutalität – wie ein Blinder! Das war ich ja auch. Blind und jetzt noch an den Armen gefesselt.
So brachte man mich bergauf, bergab – wohl eine halbe Stunde lang.
Dann drückte man mich in einen Sessel. Jemand nahm mir die Handfesseln ab.
Und nun – Stille – lähmende Stille.
Ich war frei, ich konnte mir die Decke vom Kopfe ziehen. Ich … wagte es nicht.
Bis – bis mir der angenehme Duft einer frisch gebackenen Mehlspeise in die Nase stieg. Bis unter mir der Korbsessel behaglich knarrte.
Da – riskierte ich’s.
Und zog die Wolldecke herunter …
Hatte die Augen frei …
Sah mir gegenüber – jenseits eines reich gedeckten Tisches – Harst und den kleinen Goddlepy, die soeben gleichfalls ihre Kopfhüllen entfernt hatten.
Wir drei stierten uns an – schauten in die Runde …
Ein großes Zimmer war’s. Mit einfachen, aber gefälligen Möbeln. Über dem Tische brannte eine Petroleumhängelampe.
„Da wären wir,“ sagte Harald und lächelte mich an.