[16] Dieser Tobias saugt jetzt sinnend an einer Zigarre und hört aufmerksam zu, wie ich die beiden bisher über Arbulos Ahlenzos neuestes Räuberstückchen erschienenen Drahtmeldungen vorlese. Ich tue es, um mein Gedächtnis aufzufrischen. Tobias und ich werden die Dinge nachher gründlich erörtern.
„Trikkala, Nordgriechenland, 5. Mai. – Räuberromantik am Olymp. – Entführung der Filmdiva Jane Malling. – Der berüchtigte Bandit Arbulos Ahlenzos, der bereits eine ganze Reihe ähnlicher einträglicher Überfälle sich geleistet hat, entführte vorgestern mittag sechs Mitglieder der amerikanischen Filmgesellschaft, die zur Zeit in den südlichen Schluchten des Olymp bei den wenig besuchten Ruinen des Zeustempels von Antolax die Hauptszenen zu einem neuen Film drehte. Die Expedition der Grandsteaple-Filmkompagnie, Hollywood, hatte seit acht Tagen ihr Zeltlager unweit der Ruinen aufgeschlagen. Die Gegend dort ist völlig einsam, schwer zugänglich und liegt außerhalb der gewohnten Touristenstraßen. Die Filmleute waren vor Arbulos gewarnt worden, hatten daher Waffen mit, hatten auch Eseltreiber in Trikkala gemietet, die das Gelände gut kannten und als Wachtposten benutzt wurden. Niemand vermutete Ahlenzos in der Nähe, da er nach seinem letzten Streich über die bulgarische Grenze geflüchtet sein sollte. Wie der Überfall geschah, ist noch nicht bekannt. In Trikkala traf heute früh ein Amerikaner zu Pferde ein, der die Unglücksbotschaft überbrachte und die Gendarmerie alarmierte. Verschleppt sind der Leiter der Expedition Mr. Connawoor, die Diva Jane Malling, zwei Filmoperateure, der zweite Regisseur Godwin und ein Eseltreiber. Ahlenzos hat das nette Sümmchen von einer Million Dollar als Lösegeld verlangt, zahlbar in zwei Wochen. Nach den bisherigen Erfahrungen mit Ahlenzos erscheint es aussichtslos, etwa den Boten, der