[18] eben die Riesensumme aufbringen müssen, falls man die fünf Gefangenen je wiedersehen will.“
Ich legte die Zeitungen weg. Tobias trank einen Schluck Sauterne, schaute in das feingeschliffene Glas und meinte fragend: „Ob der Doppelgänger des Marchese gelogen hat, als er vor Ihnen behauptete, Guiseppe befinde sich mit unter den Gefangenen?!“
Mein überraschter Blick nötigte Tobias die zusätzliche Bemerkung ab: „Guiseppe ist doch seit drei Wochen beurlaubt und verschwunden. Wir haben heute den elften Mai, Herr Schraut. Mithin verließ Guiseppe Berlin an demselben Tage wie die Filmexpedition. Merken wir uns das. Irgendeine Verbindung zwischen diesem Guiseppe und den Briganten und den Filmleuten muß es geben. Ich wollte, Harst wäre gesund. Es wäre ein Falk nach seinem Geschmack. Schon diese Depeschen aus Trikkala geben zu denken.“
Ich nickte. „Sogar sehr ..! – Schade, daß sie von dem Doppelgänger entwendet wurden. Meines Erachtens ist der Absender eine Person, die mit aller Vorsicht zur Befreiung Jane Mallings und der anderen das ihrige beitragen wollte. Aber – beide Depeschentexte waren absolut unverständlich. Harst saß heute früh eine Stunde am Schreibtisch und mühte sich ab, die Chiffreschrift zu enträtseln. Dann stellten sich die Schmerzen noch stärker ein, und in der Klinik sagte er, ich könnte das Telegramm in den Papierkorb werfen … Hätte ich es nur getan!!“
Das Telephon schrillte … Ich fuhr nervös zusammen, eilte zum Schreibtisch und meldete mich:
„Hier Schraut, Blücherstraße 10 …“
„Hier Lücke … – N’Abend, Schrautchen … Das ist ja wieder mal eine ganz tolle Sache. Der Marchese war bei mir. Ich habe Nachtdienst. Ich bin genau informiert, aber Ihnen kann ich eine geradezu unglaubliche