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Page:Banditen des Olymp.djvu/23

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[23] Tobias Remmeles Person erschien mir plötzlich in ganz neuem Lichte. Ich betrachtete ihn etwas mißtrauisch, ich hatte das Gefühl, daß er irgend etwas herausgefunden hätte, das mir bisher entgangen war.

„Der Schlüssel hängt dort, – gut, ich werde telephonieren …“ meinte ich zerstreut. Was mochte Tobias entdeckt haben?!

„Nein, kommen Sie mit hinein,“ sagte er sehr ernst. „Nehmen Sie auch Ihre Knallbüchse zur Hand, Schraut. Da auf den Fenstern, Schraut, – das war nicht nur der Glanz des Mondes, das war … Innenbeleuchtung, glaube ich … Ich kann mich täuschen, aber ich täusche mich selten, wenn ich erst einmal die erste Silbe eines Rätselwortes gefunden haben … Meine einzige Waffe ist hier dieses Lederetui für meine große Meerschaumzigarrenspitze, über die Sie schon oft gewitzelt haben. Gewiß, es ist ein uraltes Stück von urgroßväterlichen Abmessungen, aber, Freund Schraut, daß ich zwei solcher Etuis und nur eine Spitze mein eigen nenne, das haben Sie beide doch noch nicht gemerkt. Heute steckte ich das zweite zu mir, – da, wer mir die Liliputrepetierpistole hineingelegt hat, weiß ich nicht, vielleicht ich selbst, ich möchte mir aber keine Anklage wegen unbefugten Waffenbesitzes zuziehen, – sollte es nötig sein, schießen Sie zuerst, Schraut …“

Ich tastete bereits nach dem Schlüssel. Ich war ein wenig verblüfft über diese neue Seite des bisher so harmlosen Tobias: Er schleppte eine Pistole mit sich! Niemals hätte ich ihm das zugetraut! Man lernt die Menschen doch recht spät gründlich kennen. Die Idee mit der Meerschaumspitze war übrigens nicht schlecht.

Ich fand den Schlüssel, öffnete und griff sofort nach dem Lichtschalter. Ein Knacken – und nur eine einzige Lampe von im ganzen sechs flammte hier im Vorraum auf, das langgestreckte Gewächshaus blieb dunkel, die