This is an archive copy of wikilivres.ca as of 18 February 2017 (from the WikiTeam dump). The original site is closed.

Page:Banditen des Olymp.djvu/25

Free texts and images.
Jump to navigation Jump to search
This page has been proofread

[25] „Onkel, lch danke dir, daß du Herrn Schraut weggeschickt hast … Ich konnte nicht anders, ich muß endlich die Wahrheit erfahren, – – du … du … bist … mein Vater – – mein Vater!! Herr Gott, ich – – habe noch einen Vater, – – und ich habe es gefühlt, daß du …“

Sie hatte sich ihm an die Brust geworfen. Tränen erstickten ihre Stimme …

Tobias sagte innig, – und auch seine Stimme schwankte: „Kind, Kind, es wäre besser gewesen, du hätten die Wahrheit auf andere Art gehört … Mein liebes, liebes Mädel, – nur keine Tränen ..! Du darfst nicht hierbleiben … Daheim wollen wir uns aussprechen … Beeile dich … – geh’, – – Schraut darf dich nicht sehen, – es ist ein verzweifeltes Spiel, das ich hier wage … Geh’, mein Kind …“

Er küßte sie …

Und ich – ich schlich davon wie ein Dieb und doch auch wie ein Sieger. Ich hatte Dinge soeben vernommen, die ich mir nie hätte träumen lassen. Ich lief zum Hause, hinein in Haralds Arbeitszimmer, – es war ja Unsinn, Isolde anzurufen, Isolde war ja gar nicht daheim, trotze dem tat ich’s, bekam zu meiner maßlosen Verblüffung auch Anschluß …

„Hier Max Schraut …“

Dann das Wunder: Isoldes weiche feine Stimme:

„Guten Abend, Herr Schraut … Ist Onkel bei Ihnen?“

Mir blieb der Atem weg. Wie war dies möglich?! Isolde war doch erst auf dem Heimweg, und von uns bis zur Berkaer Straße braucht sogar ein Auto etwa fünf Minuten!!

Ich riß mich zusammen …

„Ja, Ihr Onkel ist hier und läßt Ihnen sagen, daß