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Page:Banditen des Olymp.djvu/27

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[27] Ich wollte gleiches mit gleichem vergelten und sagte lächelnd: „Ich dringe nicht weiter in Sie, Freund Tobias, aber ich glaube, die eine Person kenne ich bestimmt.“

Er erhob sich. „Wohl kaum, – und wenn, – es wäre nicht weiter schlimm, es wäre nur eine Durchkreuzung meiner Pläne, jedoch keine Vernichtung dieser Plänen Gehen wir …“

Ich schloß ab und hängte den Schlüssel an den Nagel. Wir verließen den Garten und wanderten die Forkenbeckstraße empor. Tobias erzählte:

„… Es sind nun zweiundzwanzig Jahre her. Ich war damals in Venedig …“

„Venedig?!“

„Ja … Ich hatte Arbeit bei einem Österreicher gefunden, der ein größeres Geschäft unweit des Palazzo Pragazza besaß. Bei den Pragazzas diente ein Mädchen aus einem lombardischen Grenznest … Sie gefiel mir, wir heirateten in aller Form, in Venedig schenkte sie mir meinen Liebling – – Isolde. Drei Monate später verschwand sie. Eine trügerische Fährte lockte mich nach Tunis, mein Kind überließ ich meinem Bruder, der es als sein eigen aufzog. – Ich hatten mit Lucretia überaus glücklich gelebt, nicht der geringste Schatten war aus unsere Ehe gefallen, – ich hegte gegen niemand Verdacht, ich konnte nur vermuten, daß meine Frau … entführt, geraubt worden war. Volle sieben Jahre habe ich sie gesucht, – der Vater des Marchese Pragazza lebte damals noch und spendete mir die Geldmittel. Dann gab ich’s auf, kehrte heim, mein Bruder war gestorben, ich nahm Isolde zu mir, ich scheute mich, ihr die Wahrheit zu gestehen. Was sollte ich ihr sagen?! Es war besser, sie blieb bei dem Glauben, daß mein Bruder ihr Vater sei. In meiner Seele war langsam, langsam wie eine Giftschlange, die sich nicht recht ans Licht wagt,