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Page:Banditen des Olymp.djvu/37

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[37] „Oh, ich hatte Pech, Herr Harst … Justizirrtümer schlimmster Art brachten mich wegen Falschmünzerei in Verdacht …“

„Schau’ an, also das ist Ihr Spezialgebiet! – Nun – und diese Stellung hier?“

„Ich … ich kam vor sechs Wochen aus dem Zuchthaus, ich wußte nicht, wie ich mein Dasein aufs neue aufbauen sollte, – ich traf in einer Kaschemme August Muffelberg, – er hatte Mitleid mit mir …“

„Mitleid?!“ Harst schaute gedankenvoll seinen tadellosen Rauchringen nach. „Wenn man das Wort trennt, hat man „Mit Leid“ daraus gemacht, – mit Leid endete dieses verfängliche Engagement als untätiger Schuhflicker, wie Sie jetzt sehen. Schuhe haben Sie hier nie geflickt, aber man kann Ihnen nun verschiedenes am Zeuge flicken, mein Lieber. Ich wurde auf diese merkwürdige Schuhmacherwerkstatt freilich erst vor einer Woche aufmerksam, da sie nicht einmal draußen ein Reklameschild besitzt, sondern nur im Vorderfenster ein winziges Plakat. Und dann die Telephonleitung!! Nicht ein einziger der Kleinsiedler hier leistet sich diesen Luxus, und weiter: Tobias Remmele schnüffelte hier herum. Ich opferte ein paar Nachtstunden und freute mich, auch Tobias stets auf dem Posten zu finden, es war ein nettes Versteckspiel … Dann bekam ich Blinddarmschmerzen, ich hielt es für zweckmäßig, mich selbst auszuschalten, nachdem die Depesche heute früh eintraf. Gestern legte ich eine Leitung in weiser Voraussicht kommender Dinge, da ich den Marchese Pragazza vorgestern hier in dieser Stube zu seinem Vertrauten Muffelberg sagen hörte, Harst sei bei alledem der unangenehmste Faktor, – eine große Schmeichelei für mich, die ich durchaus zu würdigen wußte. Rücksichtsvoll wie ich stets bin, zog ich mich in die Klinik zurück.“