[41] Harst stand ganz oben und sagte leise:
„Herr Garlant, Sie haben mich nicht erkannt … Ich bin der blinddarmkranke Harst, ich stehe auf Schrauts Schultern, und Schraut benutzt wieder Remmele als Leiter. Uns ist eine Taube weggeflogen.“
Günther Garlant meinte aufatmend:
„Ich glaubte schon, Sie wollten Äpfel pflücken, Kienäpfel oder Tannenzäpfchen. – Wo ist die Taube?“
„Sie kommt erst, Garlant. Meine Armbanduhr zeigt fünf nach eins, genau um Viertel nach zwei läßt jemand sie auffliegen. Ich will nur sehen, ob sie ihren Stall findet, wovon ich überzeugt bin, und wer sie dann aus dem Stalle holt.“
„Das klingt sehr geheimnisvoll, Herr Harst.“
„Ich sage Ihnen, es ist das seltsamste Geheimnis, dem ich je nachspürte,“ erwiderte Harst und schwang sich noch höher empor, so daß ich den armen Tobias endlich entlasten und von seinen Schultern herabspringen konnte. Garlant fing mich auf. „Herr Schraut, ich bin sehr froh, daß mich kein Zufall hierherführte.“
Es war hier ziemlich dunkel. Er lachte leise.
„… Denn endlich darf ich doch einmal mit dabei sein – endlich!!“
„Kein Zufall?“ fragte ich, und ich wußte schon, was er antworten würde.
Eine geraume Weile schwieg er, senkte etwas verlegen den Kopf und blickte dann wieder auf. „Herr Remmele war nicht gerade sehr liebenswürdig zu mir.“ meinte er leise. „Meine Besuche in seinem Laden fanden nicht recht seine Billigung …“
Tobias sagte gereizt: „Als Mensch schätze ich Sie