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Page:Banditen des Olymp.djvu/42

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[42] sehr. Herr Garlant, das wissen Sie. Als Bewerber um Isolde mußte ich Sie … hinausgraulen. Ein Oberwachtmeister, ein Polizeibeamter ist mir als Gatte für das Mädel nicht genehm. Sie kamen zu häufig, – ich habe meine Gründe dafür, Ihnen das Haus zu verbieten. Das Thema ist für mich erledigt.“

Günther Garlant, der in Zivil eine tadellose Figur machte, erwiderte jetzt ebenso bissig:

„Aber der Marchese Pragazza, – der darf stundenlang bei Ihnen sich herumdrücken, – – natürlich, ein reicher Herr, urältester Adel, Legationssekretär …“ Dann änderte er ebenso unvermittelt den Ton: „Ein Blick in meine Personalakten würde Ihnen einen unerwarteten Aufschluß über meine Familie geben, Herr Remmele. Ich habe bisher darüber nie gesprochen … Vielleicht kann ich mich in jeder Beziehung mit dem Marchese messen. Heute sitzen Grafen und Barone und Doktoren und Ingenieure aus bitterer Not am Steuer von Autotaxen, heute finden Sie überall Gebildete, die eine Stellung bekleiden, die ihnen nur vorläufiger Unterschlupf ist. Was den Marchese angeht, Herr Remmele: Mag auch die Eifersucht mich veranlaßt haben, ihm nachzuspüren, – was ich dabei entdeckte, wird Ihnen eine heilsame Lehre sein. Pragazza ist verheiratet.“ – Er sagte es nicht mit dem billigen Triumph des kleinlichen Eifersüchtlings, nein, er warnte nur.

„… Sollte ich etwa weiter zusehen, Herr Remmele, wie dieser Pragazza Isolde den Hof machte, bei Ihnen immer wieder allerlei kaufte, sich in Ihr Vertrauen einschlich und …“

Tobias stieß plötzlich einen merkwürdigen Ton aus. Es konnte ein hämisches Auflachen, – es konnte aber auch ein halb verschluckter Fluch sein. Er legte dem jungen Mann die Hand auf die Schulter.