[43] „Ich dem Menschen trauen – ich?! Garlant, wenn einer ihm nicht traut, bin ich’s!!“
Die Hülle fiel von Tobias Seele, und der kalte erbarmungslose Haß leuchtete auf wie ein glimmender Funke, der jeden Moment zu steiler Flamme emporschießen kann …“
„Garlant, wenn dieser Kerl es je gewagt hätte, seine falschen Katzenaugen zu Isolde zu erheben, hätte ich ihn … erwürgt!“
Der junge Beamte warf mir einen ratlosen Blick zu.
Um uns her standen die kerzengeraden, braune schwarzen, borkigen Stämme als stumme Zeugen dieser seltsamen Szene, drüben aber, jenseits des Gitters der Villa, wo das Dach der Garage und das Türmchen des Taubenschlages undeutlich zu erkennen waren, blitzte setzt ein Licht auf, wurde heller, eine Leiter wurde an das Dach gelehnt, ein Mann stieg nach oben, öffnete die Tür des Türmchens und beugte sich hinein, – das Licht in seiner Hand verschwand: Er holte die Brieftaube heraus, er nahm ihr das dünne Röhrchen ab, in dem die unrichtige Lösung der unverständlichen Depeschen aus Trikkala enthalten war.
„Da!!“ sagte Tobias nur.
Wir drei starrten hinüber, – es war Pragazzas Villa, und die Telegramme waren die Fäden, die bis zu den Felsschluchten des Olymp sich über Länder und Gebirge spannten, es waren die Verbindungsglieder einer Kette, die noch nicht völlig zusammengefügt war. Arbulos Ahlenzos, auch ein Glied, fehlte noch, – es fehlten noch allzu viele Glieder, die erst geschmiedet werden sollten.
„Da!!“ preßte Tobias abermals hervor …
Wir sahen’s …
Der Mann mit der Laterne stieg wieder hinab …